Grollitsch kritisiert SP-Schnellschuß in Sachen "Kampfhunde"-Verbot

Wien, 2000-07-07 (fpd) - Der freiheitliche Bundestierschutzsprecher Abg. Dr. Udo Grollitsch bezeichnete heute den gestrigen Versuch von SP-Klubobmann Kostelka, binnen Tagesfrist durch einen Entschließungsantrag im Nationalrat ein Verbot von "Kampfhunden" zu erwirken, als indiskutablen und allzu durchsichtigen Schnellschuß nach bundesdeutschem Muster, wo die rot-grüne Regierung den tragischen Tod eines Achtjährigen in Hamburg dazu mißbraucht habe, Hunde und deren Halter generell zu Feindbildern zu machen. ****

In der Bundesrepublik Deutschland sei es infolge der Kriminalisierung von Hundehaltung zu einem unkontrollierten Aussetzen auch besonders gefährlicher Hunde gekommen, so Grollitsch. Die Situation drohe dort nun zu eskalieren, und der Polizei bleibe keine andere Möglichkeit, als die nunmehr frei streunenden Hunde zu jagen. "Ob das die geeignete Problemlösung ist, wage ich zu bezweifeln", so der freiheitliche Tierschutzsprecher, der in diesem Zusammenhang darauf verwies, "daß schon jetzt viel zu viele Hunde von verantwortungs- und gewissenlosen Besitzern einfach ausgesetzt werden." Die Tierschutzheime seien bereits jetzt voll von herrenlosen Tieren.

Außerdem sei nicht nachvollziehbar, so Grollitsch weiter, warum die SPÖ einerseits einem gemeinsamen Fristsetzungsantrag von FPÖ und ÖVP, innerhalb von 70 Tagen mit Hilfe von Experten die bestmögliche Lösung des Problems umfassend zu erarbeiten, die Zustimmung verweigere, andererseits nicht davor zurückschrecke, binnen 24 Stunden inakzeptable strafgesetzliche Verschärfungen durch den Nationalrat zu peitschen und damit meine, mit neuen Paragraphen im Strafgesetz und Waffengesetz ein Problem aus der Welt schaffen zu können.

Letztlich werde man nicht darum herum kommen, eine Verschärfung der Zucht- und Haltungsbedingungen für "potentiell gefährliche" Hunde vorzunehmen, den Vollzug bereits bestehender Haltungsvorschriften zu kontrollieren sowie ein Qualifikationsprofil für besonders gefährliche Hunde und ihre Haltung zu erstellen. Ohne vom Problem ablenken zu wollen, so Grollitsch abschließend, sei es in der jetzigen Situation wichtiger, die Bevölkerung zu beruhigen als sie aufzustacheln. (Schluß)

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