LIF-Brünner: Studieren im Sommerloch ?

Die Liberalen halten die neuesten Reformpläne von Ministerin Gehrer für "höflich gesagt: unausgereift".

Graz (OTS) - Pünktlich wie das Ungeheuer von Loch Ness tauche zu Beginn der Sommerpause alljährlich die Idee auf, an den Universitäten Trimester statt Semester einzuführen. Der auch heuer wieder von Bildungsministerin Gehrer gemachte Vorschlag sei aber, so der steirische LIF-Chef und stellvertretender Bundessprecher Brünner höflich gesagt: "unausgereift".

Die Vorstellung Gehrers, man könne dadurch eine Verkürzung der Studiendauern erreichen, bezeichnete Brünner als Illusion: "Die Verlängerung der Studienzeiten kommt vor allem dadurch zustande, dass es immer weniger Vollzeitstudierende gibt. Die Erhöhung der "Angebotsdichte" könnte daher durchaus das Gegenteil bewirken, weil viele Studierende gar nicht willens oder in der Lage sind, ihre Präsenz an der Uni zu erhöhen."

Völlig außer Acht gelassen habe Gehrer dabei auch, dass die UniversitätslehrerInnen gerade in den mit hohen Studierendenzahlen belasteten Studienrichtungen kaum noch eine Chance haben, die von ihnen erwarteten Forschungsleistungen neben dem "ganz normalen Wahnsinn des Semesterbetriebs" zu erbringen: "Publizieren, Projekte entwerfen, internationale Kontakte pflegen: all das bleibt im Regelfall auf dem Schreibtisch liegen, bis das Semester zu Ende geht", so Brünner. "Wenn man uns hier eine dritte Lehrveranstaltungsperiode in den Jahresrhythmus zwängt, kann das nur auf Kosten der Qualität gehen".

Schließlich seien, entgegen einem weitverbreiteten Irrtum, die Hörsäle im Sommer gar nicht durchgehend ungenutzt: An vielen Universitäten finden während der vorlesungsfreien Zeit wissenschaftliche Tagungen statt. Attraktive Tagungsorte wie etwa die die Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Salzburg seien, so LIF-Präsidiumsmitglied Christian Allesch (Professor an der Uni Salzburg), im Sommer schon auf Jahre hinaus ausgebucht. Und Einschränkungen dieser internationalen Kontakte, so Brünner, "sind in Zeiten wie diesen wohl das Letzte, was wir uns wünschen sollten".

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