"Kampfhunde": Experten warnen vor überstürztem Vorgehen

Gefahr der Kriminalisierung aller Hundebesitzer

Wien (OTS) - Angesichts der im Nationalrat diskutierten Vorlage über ein sogenanntes "Kampfhundegesetz" warnen die unterzeichneten Organisationen eindringlich vor einem überstürzten Vorgehen.

Die Vorlage, so wie sie in den Medien beschrieben wird, ist in zahlreichen Punkten nicht zu Ende gedacht.

Wir verlangen daher die rasche Einberufung einer Enquete, in der die zuständigen Politiker gemeinsam mit Fachleuten eine zweckdienliche Vorgangsweise erarbeiten. Die Unterzeichneten begrüßen die Absicht der verantwortlichen Politiker, die Bevölkerung vor den Folgen unzulässiger Zucht- und Ausbildungspraktiken zu schützen, und sind bereit, an einem solchen Vorhaben konstruktiv mitzuwirken.

Nach Jahren der Untätigkeit in diesem Bereich wäre es aber tragisch, wenn die Politik nun - aufgerüttelt durch die aus Deutschland importierte "Kampfhundediskussion" - über Nacht ein unausgegorenes Gesetz verabschiedet, das unbeabsichtigt eine breite Bevölkerungsgruppe - nämlich alle Hundebesitzer - kriminalisiert und in der Folge dann mühsam repariert werden muss.

Mit freundlichen Grüßen

Bundeskammer der Tierärzte Österreichs Veterinärmedizinische Universität Wien
Österreichischer Kynologenverband (ÖKV)
Vereinigung österreichischer Kleintiermediziner (VÖK)
Institut für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung (IEMT)

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