Fachverband Gas&Wärme kritisiert das beschlossenen Gaswirtschaftsgesetz (GWG)

Wien (OTS) - Der Fachverband Gas&Wärme kritisierst schärfstens das am 5. Juli 2000 beschlossene GWG, welches eine 100%-Öffnung des österreichischen Gasmarktes ab Oktober 2002 vorsieht, da diese - wie wiederholt hingewiesen - aus technischen, organisatorischen aber auch wirtschaftlichen Gründen ein gewagtes Experiment darstellt. Zu hoffen ist, dass die mehr als 1 Million Gaskunden sowie die 3000 Beschäftigten der Gaswirtschaft dabei nicht auf der Strecke bleiben, betonte heute der Fachverband Gas&Wärme.

Die totale Öffnung wird von der EU-Gasbinnenmarkt Richtlinie nicht einmal als Endstadium der Liberalisierung gefordert. Österreich nimmt also eine Vorreiterrolle ein, die keineswegs gerechtfertigt ist. Der FV Gas&Wärme verweist gleichzeitig auf die Umsetzung der Richtlinie in anderen EU-Ländern. Hier werden die nationalen Märkte mit Ausnahme von Großbritannien, das den Markt unabhängig von der Gasdirektive aufbrach, nur sehr langsam geöffnet.

Der vom FV Gas&Wärme vorgeschlagene Stufenplan, den österreichischen Gasmarkt bis 2008 schrittweise zu liberalisieren, hätte sowohl den Gaskunden als auch den Gasversorgungsunternehmen einen geordneten Übergang zum vollliberalisierten Markt ermöglicht und die take-or-pay-Verpflichtungen berücksichtigt.

Darüber hinaus kritisiert der Fachverband Gas&Wärme, dass keine Verpflichtung zu Maßnahmen für eine Versorgungssicherung vorgesehen ist. Obwohl sich die Sozialpartner mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit einigten, eine Bestimmung zur Pflichtbevorratung von Erdgas vorzusehen, wurde diese letztendlich nicht berücksichtigt. Damit bleibt vollkommen offen, ob das derzeit hohe Maß an Versorgungssicherheit für die österreichischen Erdgaskunden im liberalisierten Gasmarkt erhalten bleibt bzw. von neuen ausländischen Lieferanten ebenso angeboten werden kann.

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