Driemer: "Kürzung der Wohnbauförderung kostet Arbeitsplätze"

Finanzminister spart auf Kosten der Arbeitsplätze am Bau und der Jungfamilien

Wien (GBH/ÖGB): "Die vom Finanzminister angedrohte Kürzung der Wohnbauförderung und der Mittel für den Bau der Bundesstraßen ist ein Anschlag auf die Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft und auf den Wirtschaftsstandort Österreich", kritisiert der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB- Vizepräsident, Johann Driemer.++++

Der Finanzminister will bei der Wohnbauförderung halbieren und allein in diesen Bereich 15 Milliarden Schilling streichen. Die verbleibenden Beträge sollen zudem eingefroren werden. "Dies bedeutet einen dramatischen Verlust von Arbeitsplätzen in der Bauwirtschaft", erläuterte der Bundesvorsitzende den neuesten Puzzlestein im Belastungspuzzle der Bundesregierung. Er ergänzte: "Darüber hinaus bedeutet eine Streichung von Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen, wie etwa dem Bau und die Erhaltung von Bundesstraßen aber auch eine Schieneninfrastruktur eine Gefährdung des Wirtschaftsstandortes Österreich."

Investitionen in die Bauwirtschaft erzielen im gesamtwirtschaftlichen Vergleich die höchsten Multiplikatorwirkungen. Mit der Durchführung beispielsweise eines Wohnbauauftrages in der Höhe von einer Milliarde Schilling wird eine zusätzliche Produktion von insgesamt 1,51 Milliarden Schilling in der österreichischen Wirtschaft bewirkt.

"Allein in Wien würde die Reduktion der Bundesmittel an der Wohnbauförderung von 6,5 Milliarden auf nur noch 2,25 Milliarden Schilling zu einem Zusammenbruch des geförderten Wohnbaus, aber auch zu einem Verlust Tausender Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft bedeuten", unterstrich der Bundesvorsitzende. "Dies würde nicht nur die Arbeitslosenzahlen in Wien, sondern auch die in den umliegenden Bundesländern dramatisch in die Höhe schnellen lassen", so Driemer weiter.

Driemer: "Die Gewerkschaft Bau-Holz fordert ein bedarfsgerechtes und zukunftsorientiertes Bauen sowie die bautechnische und thermische Sanierung von wertvoller Altbausubstanz. Wesentlich dafür ist aber, dass Politiker endlich aufhören, sich auf Kosten von Bauarbeitern und Wohnungswerbern zu profilieren - Hände weg von der Wohnbauförderung."

ÖGB, 6. Juli 2000
Nr. 609

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