Proteste der Zivildiener-Plattform im Wiener Rathaus

Brauner: "Wien lässt Zivildiener nicht im Stich"

Wien, (OTS) Dutzende Zivildiener hatten sich am Donnerstag im Arkadenhof des Wiener Rathaus eingefunden, mit dem Ziel, ihre Forderungen an die Bundesregierung zu deponieren und dem Land Wien für die Unterstützung zu danken. Denn Wien wird in einer Sonderaktion vom 1. Juli bis 31. Dezember 2000 den durch die Neuregelung finanziell beeinträchtigten Zivildienern unter die
Arme greifen. Jene Zivildiener, die im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) ihren Dienst verrichten, werden in
den Dienststellen verköstigt. Alle anderen finden durch das Sozialamt Unterstützung.

Auch für Oktober 2000 keine Zuweisungen von Zivildienern

Die illustre Schar wurde von Personal- und Frauenstadträtin Mag. Renate Brauner empfangen, die die Kundgebung zum Anlass nahm, die Bundesregierung an ihre finanzielle wie
gesellschaftspolitische Verpflichtung zu erinnern. Wien habe grundsätzlich seine Bereitschaft erklärt, einen Beitrag zur Beseitigung des von der Bundesregierung verursachten Chaos zu leisten. Bisher habe das Innenministerium mit der kolportierten Summe von bis zu 10.500 Schilling, die eine Trägerorganisation pro Zivildiener entrichten muss, noch nicht zu einer Klärung beigetragen. Es sei unklar, wie sich dieser Betrag zusammensetze
und wer davon profitiere.

Trotz dringender Appelle seien Wien für Oktober wieder keine Zivildiener zugewiesen worden, so ihre Kritik. Hier werde bei
sozial wichtigen Dienstleitungen der Rotstift angesetzt. Das
Service in Krankenhäusern, die Betreuung betagter und behinderter Menschen sowie die Mitarbeit in Integrationsklassen in Wiener Schulen werden eingeschränkt werden müssen.

Der Bundessprecher der Zivildiener Patrick Awart bedankte
sich für das Eintreten der Stadt Wien: "Da der Bund sich hier aus seiner Verantwortung zurückziehen will, sind wir besonders froh über das Engagement des Landes Wien für die Zivildiener. Nun appellieren wir an die anderen Bundesländer, dem Beispiel Wiens zu folgen und die dort eingesetzten Zivildiener ebenfalls zu unterstützen." (Schluss) wb

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