Keusch: Ybbstalbahn: NÖVOG-Stilllegungskonzept löst Bestürzung aus

Betroffenheit hat das NÖVOG-Konzept bei den Eisenbahnern, der Bevölkerung und den politischen Mandataren des Ybbstales ausgelöst, die sich weiter vehement um den Fortbestand der Ybbstalbahn bemühen

St. Pölten, (SPI) "Das Unverständliche daran ist, dass dieses Konzept seit Anfang Mai existiert und erst jetzt über Umwege in unsere Hände gelangt ist. Es ist unerhört, dass der Landeshauptmann als Landesverkehrsreferent und damit Chef der NÖ Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) die Betroffenen -Bevölkerung, Eisenbahner und Mandatare der Region - darüber im Unklaren gelassen hat, dass über die Ybbstalbahn offensichtlich längst das Todesurteil verhängt wurde. Diese Konzeption, in der die Ybbstalbahn dezidiert zur Einstellung vorgesehen ist, datiert mit 2. Mai d.J. und ist dem Inhalt nach ein Schlag ins Gesicht derer, die sich bis jetzt um den Weiterbestand der Bahn bemüht haben - an vorderster Stelle die Eisenbahner, die weit über ihre dienstlichen Obliegenheiten hinaus an der Attraktivierung dieser Strecke gearbeitet haben. Es ist eine gewaltige Portion Ignoranz dieser Region gegenüber, die Einstellung der Bahn zu fixieren, anstatt sich die Erhaltung dieser Verkehrsinfrastruktur zum Ziel zu setzen und alle Maßnahmen daraufhin auszurichten", äußert der Amstettner SP-Mandatar Eduard Keusch massive Kritik an LH Erwin Pröll und der NÖVOG.****

Denn offensichtlich machen sich diese Herrschaften inklusive des Herrn Landesverkehrsreferenten keine Vorstellungen davon, was die Einstellung dieser Bahnlinie für das Ybbstal bedeutet. Es stirbt eine wichtige Nahverkehrsbahn, die Region verliert eine technische Pionierleistung und zudem droht der gesamte Güterverkehr von der Schiene auf die Straße verlegt zu werden. Dadurch entsteht eine enorme zusätzliche Belastung für die Umwelt und zudem wird die Verkehrssicherheit auf den Durchzugsstraßen massiv verschlechtert. Das Straßennetz des Ybbstales im zwar landschaftlich sehr reizvoll, aber es ist leider auch eine Tatsache, dass das ziemlich kurvige Ybbstal für einen vermehrten Güterverkehr auf der Straße völlig unzureichend ausgestattet ist. Auf eine Lösung dieser Misere drängt die Region bereits seit Jahren - aber auch hier bringt Landesverkehrsreferent Erwin Pröll die notwendigen Ausbauvorhaben nicht zustande.

Nach dem Verständnis der Sozialdemokraten ist Politik mehr als die Umsetzung kurzsichtiger Strategien nach dem Diktat des Rechenstiftes ohne Rücksichtnahme auf Umwegrentabilitäten und öffentliches Interesse. "In den kommenden Tagen und Wochen werden diverse Protestveranstaltungen für den Erhalt der Ybbstalbahn stattfinden. Die Ybbstalbahn ist nicht nur ein technisches Kulturerbe unserer Region, sie ist vor allem eine Einrichtung der Identifikation und eine nahverkehrspolitische Notwendigkeit. Wir erwarten uns vom Land und damit von der NÖVOG und Herrn LH Pröll die gleiche Unterstützung für die Rettungsbemühungen der Ybbstalbahn, wie sie beispielsweise für die Mariazellerbahn erfolgen. Bei allen Sparerfordernissen muss daher die Weiterführung der Bahn im Vordergrund stehen. Wir brauchen verantwortungsbewusste Lösungen unter Wahrung aller Interessen. Umwelt, Arbeitsplätze, Nahverkehr, Tourismus, Wirtschaft - alles spricht für die Weiterführung der Bahn", so LAbg. Keusch abschließend.
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