Grollitsch für Verschärfung der Haltungsbedingungen gefährlicher Hunde

Wien, 2000-07-05 (fpd) - Der freiheitliche Bundestierschutzsprecher Dr. Udo Grollitsch kündigte aus Anlaß der aktuellen Sorge um die Gefährlichkeit von "Kampfhunden" an, während der laufenden Parlamentssitzung einen Entschließungsantrag zur Verschärfung der Zucht- und Haltungsbedingungen für potentiell gefährliche Hunde einzubringen. ****

Grollitsch verwies darauf, daß in der sehr emotional geführten öffentlichen Debatte zumeist außer Acht gelassen werde, daß es eine gesetzliche und sohin allgemein gültige Definition von "Kampfhunden" nicht gebe, daß es daher bestenfalls legitim sei, von "potentiell gefährlichen" Hunden zu sprechen. Zwar gebe es eine genetische Disposition, die der Erziehung zum gefährlichen Hund entgegenkomme, es herrsche aber keine Einigkeit über die zu diskriminierenden Rassen. Wer wolle, könne eine solche Linie durch Einkreuzen einer anderen Rasse tarnen. Solche Mischlinge gebe es bereits, sie seien aber durch ein gesetzliches Rassenverbot, sprich: durch das diskutierte Verbot von "Kampfhunden" nicht zu erfassen.

"Ohne Züchter, Verkäufer und Halter gibt es keine gefährlichen Hunde", so Grollitsch. Den Ausdruck "Kampfhunde" solle man daher für Hunde reservieren, die auf einen Kampf mit anderen Hunden oder Tierarten abgerichtet sind, was nach geltender Gesetzeslage ohnehin verboten sei. Ein Verbot "potentiell gefährlicher" Hunde bedeute überdies das Aus für die Gebrauchshundezucht und damit das Ende jener Tiere, die für Polizei- und Rettungseinsätze, aber auch zur Unterstützung von Behinderten oder Blinden unabdingbar seien.

Der freiheitliche Entschließungsantrag ziele daher auf eine Verschärfung der Zucht- und Haltungsbedingungen für "potentiell gefährliche" Hunde ab. Man werde die Bundesregierung ersuchen, auf die Bundesländer einzuwirken, den Vollzug bereits bestehender Haltungsvorschriften strenger und umfassender zu überwachen und ein Haltungsverbot "potentiell gefährlicher" Hunde durch ungeeignete oder mangelhaft ausgebildete Personen zu verhängen. Ebenso fordere man ein Abgabeverbot gefährlicher Hunde an letztere Personengruppe sowie die Einführung eines verpflichtenden "Hundeführerscheines" für die Haltung gefährlicher Hunde und eine restriktivere Handhabung der Beschaffungs- und Abgaberichtlinien.

Des weiteren werde man, so Grollitsch abschließend, ein Importverbot für Hunde aus fragwürdiger Zucht bzw. mit fehlerhaften Begleitdokumenten anregen, um Gesundheit und Sicherheit der österreichischen Bevölkerung und ihrer Haustiere zu gewährleisten. (Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 / 5833

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC