Greenpeace: Neues Sicherheitsrisiko in Temelin aufgetaucht

Letzte Chance für österreichische Bundesregierung aktiv zu werden

Wien/Prag (OTS) - Greenpeace warnt davor, dass die vorgestern von der Umweltschutzorganisation aufgedeckten Mängel im Atomkraftwerk Temelin nur die Spitze des Eisbergs sein könnten. Neben den unvollständigen und modifizierten Testreihen, um die Genehmigung für die Beladung mit den etwa 300 Brennstäben zu erreichen, ergaben sich nun Sicherheitsprobleme beim Reaktor selbst. Trotzdem wurde die Erteilung der Genehmigung zur Beladung mit Brennstäben heute angekündigt. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, Auskünfte über das Reaktorproblem einzuholen.

"Die österreichische Bundesregierung ist nun gefordert, diese letzte Chance auf eine Verschiebung der Genehmigung zu nutzen", sagte Greenpeace-Atomexpertin Glenna Oberladstätter und fordert die Bundesregierung auf, die tschechische Regierung zu kontaktieren, um Auskunft über die Probleme beim Reaktor zu bekommen.

Von zuverlässiger Quelle wurden Greenpeace Informationen zugespielt, wonach es beim Druckwasserkessel des Reaktors gravierende Sicherheitsprobleme geben soll. Auf Nachfrage bei der staatlichen tschechischen Atomaufsichtsbehörde SUJB konnten die schwerwiegenden Bedenken von Greenpeace keineswegs beantwortet oder entkräftet werden. Vielmehr wurde Greenpeace mit einer schriftlichen Beantwortung dieses Problems vertröstet, die bisher noch auf sich warten lässt. Trotzdem wird die Beladungsgenehmigung und die Beladung des Reaktors mit den Brennstäben für heute bzw. morgen erwartet. "Die Erteilung der Genehmigung muss unter allen Umständen verhindert werden, bevor nicht alle Sicherheitsbedenken ausgeräumt sind", so Oberladstätter abschließend.

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