ÖGB-Csörgits fordert Ausnahmen bei Selbstbehalten

Kritik an unmenschlicher Regierungspolitik

Wien (ÖGB). Besonders heftig kritisierte heute ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Renate Csörgits die beschlossene Krankenkassenreform der blauschwarzen Regierung. Csörgits: "Der Regierung fehlt jedes soziale Gewissen, wenn sogar Kinder, chronisch Kranke, kinderreiche Familien und sozial Schwache Selbstbehalte bei Amulanzbesuchen zahlen müssen." Dies sei im höchsten Maß verantwortungslos. Csörgits forderte für diese Gruppen Ausnahmeregelungen.++++

Csörgits zeigte sich überzeugt davon, "dass der Verwaltungsaufwand bei den Ambulanzen größer werden wird, als die Mehreinnahmen bringen. Aber auch die Tatsache, dass viele Menschen in Zukunft zögern werden Ambulanzen aufzusuchen und damit ihren Gesundheitszustand unnötig gefährden, wird das Gesundheitssystem Milliarden kosten".

Es sei geradezu "unmenschlich", 250 Schilling pro Ambulanzbesuch auch von Kindern und chronisch Kranken zu verlangen. Csörgits: "Diese Regierung hat keine Skrupel, Reformen auf Kosten der Schwächsten durchzuziehen. Hier wird einfach nur blindwütig abkassiert. Von klaren Konzepten und Reformen fehlt jedoch jedoch Spur."

Statt Reformen auf Kosten der sozial Schwächsten durchzuziehen, forderte Csörgits Ausnahmeregelungen für sozial Schwache, Kinder und andere Härtefälle.(bfm)

ÖGB, 5. Juli 2000
Nr. 597

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