Heinzl: Wachzimmer in St. Pölten werden zugesperrt

Einsparungen auf Kosten der Sicherheit der Bevölkerung, Innenminister Strasser hat Zusagen gebrochen

St. Pölten, (SPI) - "Das Wachzimmer im Regierungsviertel und das Wachzimmer am Bahnhofplatz werden künftig in den Nachtstunden geschlossen sein. Von 19.00 Uhr abends bis 7.00 Uhr morgens werden die Wachzimmer gesperrt. Anlass sind die Auswirkungen eines Sparerlasses des Innenministeriums, der dieser Tage an die Bundespolizeidirektion St. Pölten ergangen ist. Damit ist klargestellt, Innenminister Ernst Strasser hat nicht Wort gehalten. ‘Nur in der Verwaltung werde gespart, kein Exekutivbeamter werde weniger auf der Strasse sein’, ließ Strasser noch vor wenigen Tagen verlautbaren. Ich denke nicht, dass sich der Sicherheitsbeamte im Wachzimmer Bahnhofplatz in den Nachtstunden mit der Ausgabe von Uniformen beschäftigt hat und nicht für die Sicherheit der Bevölkerung unterwegs war", kritisiert der St. Pöltner Nationalrat Anton Heinzl die jetzt bekanntgewordenen Auswirkungen von Innenminister Strassers ‚Sparerlass’.****

Bei der Sicherheit der Bevölkerung darf nicht gespart werden. Das Wachzimmer Bahnhofplatz ist eines der wichtigsten in der Landeshauptstadt, viele tausend Menschen frequentieren jeden Tag den Bahnhof und den vorgelagerten Busbahnhof. Allein rund 15.000 Schülerinnen und Schüler kommen während der Schulzeit über diesen Verkehrsknotenpunkt in die Schulstadt St. Pölten und fahren, oft in den späten Abendstunden, wieder nach Hause. "Dort möchte Innenminister Strasser nun sparen! Geschlossene Wachzimmer bedeuten weniger Beamtinnen und Beamte auf der Strasse und damit weniger Sicherheit für unsere Landeshauptstadt. Ein Innenminister, der zu den Nachtstunden wichtige Wachzimmer einer Großstadt wie St. Pölten sperrt, zeigt neben mangelhafter Kompetenz und wenig Fachwissen vor allem ein gehöriges Ausmaß an Ignoranz gegenüber der Bevölkerung, die sich über diese Entwicklung völlig berechtigt Sorgen macht", so Heinzl. "Wenn Innenminister Strasser es mit seinen Versprechen gegenüber der Bevölkerung wirklich ernst meint, so muss er diese Maßnahmen über die Bundespolizeidirektion St. Pölten sofort zurücknehmen. Sonst kann man nur mehr feststellen: Bei Ernst Strasser gilt das gebrochene Wort", so NR Anton Heinzl.
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