Einkommenszuwachs bei Österreichs Managern

Durchschnittliches Jahresgesamteinkommen um 2,7 Prozent gestiegen - Zuwächse bei den leistungsorientierten Gehaltsbestandteilen - Gewinner in der dritten Führungsebene - Höchste Führungskräfte-Einkommen in Versicherungen und Dienstleistungsbereich - Nebenleistungen: 70 Prozent der Umfrage-Teilnehmer haben Firmenauto

Wien (OTS) - Nach einem Minus im Vorjahr verzeichnet die soeben erschienene "WdF-Einkommenserhebung 2000" in Österreich wieder höhere Managereinkommen: Demnach stieg das durchschnittliche Jahresgesamteinkommen gegenüber dem Vergleichswert 1999 um 2,7 Prozent und liegt nun bei rund 1.560.000 Schilling (brutto). Zurückzuführen ist der Zuwachs vor allem auf den Anstieg der Leistungstangente, während das durchschnittliche Jahresgrundgehalt (i.e. Bruttoeinkommen inklusive 13. und 14. Gehalt, exklusive allfälliger Sonderzahlungen) nur um 0,93 Prozent zunahm.

Zu den Gewinnern zählen heuer vor allem die Manager der dritten Führungsebene, die sich beim Jahresgesamteinkommen über ein Plus von 21 Prozent freuen können. Zwei Faktoren sind dafür ausschlaggebend:
ein Großteil der Antwortenden dieser Führungsebene kommt aus der boomenden IT-Branche und der Anteil derjenigen, die einen leistungsorientierten Gehaltsbestandteil von mehr als 30 Prozent lukrieren konnten, ist deutlich gestiegen. Zum Vergleich: in der zweiten Führungsebene beträgt der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr +2,56 Prozent, in der ersten Führungsebene nur +0,61 Prozent. Nach Geschlechtern betrachtet, zeigt sich folgendes Bild: Erstmals liegt das durchschnittliche Jahresgesamteinkommen der an der Umfrage mitwirkenden weiblichen Führungskräfte (1.614.000 Schilling) über jenem ihrer männlichen Kollegen (1.557.000 Schilling). Allerdings beträgt der Frauenanteil bei den Antwortenden nur fünf Prozent, wobei die Mehrheit der mitwirkenden Managerinnen in der ersten Führungsebene angesiedelt ist.

Nach Wirtschaftszweigen gegliedert erhalten die höchsten Gagen Führungskräfte in Versicherungen (1.732.000 Schilling; +1,1 Prozent), gefolgt vom Dienstleistungsbereich (1.659.000 Schilling; +9,1 Prozent) und den Banken/Sparkassen (1.641.000; +20,1 Prozent). Im Handel kommt eine Führungskraft auf ein durchschnittliches Jahresgesamteinkommen von 1.557.000 Schilling, was gegenüber dem Vorjahreswert einem Rückgang um rund 2 Prozent entspricht, in der Industrie auf 1.526.000 Schilling (+0,6) und im Gewerbe auf 1.468.000 Schilling (+2,8).

Was die Nebenleistungen betrifft, so steht das Dienstauto an erster Stelle: 70 Prozent aller an der Erhebung beteiligten Manager bekommen von ihrem Arbeitgeber einen Firmenwagen zur Verfügung gestellt. Am zweithäufigsten wird von den Unternehmen eine betriebliche Altersvorsorge gewährt, allerdings mit stark rückläufiger Tendenz: Gaben im Vorjahr noch 55 Prozent der Manager an, eine Altersvorsorge zu erhalten, so waren es heuer nur noch 44 Prozent. Angesichts dessen verwundert es nicht, dass die private Vorsorge von Führungskräften noch weiter an Bedeutung gewonnen hat:
Bereits 90 Prozent der Manager sorgen privat vor, was um vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr ist. Als weitere Fringe benefits wurden in der Umfrage genannt: Unfallversicherung (43 Prozent), Zusatzkrankenversicherung (19 Prozent), Lebensversicherung (14 Prozent), Kapitalbeteiligung am Unternehmen (6 Prozent), Firmenwohnung oder -haus (5 Prozent).

Managerprofil 2000:

Der typische Manager laut WdF-Erhebung ist 46 Jahre alt, hat ein Studium absolviert, ist im Bereich allgemeines Management in einem privaten österreichischen Industrieunternehmen tätig. Er ist für 84 Mitarbeiter und ein Budget von 319 Mio.Schilling verantwortlich. Seine wichtigsten Motivationsfaktoren sind Entscheidungskompetenz und Verantwortung (83 Prozent) und Bewältigung neuer Herausforderungen (77 Prozent).

Quelle:

WdF-Einkommenserhebung 2000
Befragungszeitraum März und April 2000
Zahl der antwortenden Führungskräfte: 563

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