Freizeitkultur: Österreicher lieben Geselligkeit

Wien (OTS) - Laut jüngster Mikrozensus-Erhebung der Statistik Österreich zum Thema "Freizeitkultur" (September 1998) wurde Treffen mit Freunden und Bekannten als häufigste Freizeitaktivität genannt (65%); an zweiter Stelle steht der Spaziergang und Einkaufsbummel, der von etwa der Hälfte aller Befragten (ab 6 Jahren) angegeben wurde, gefolgt vom Ausflug (40%). Verwandtenkontakte wurden von 36% und Lokalbesuche von 30% der Befragten genannt. Auch die Gartenarbeit ist für mehr als ein Drittel der Österreicher eine wichtige Freizeitbeschäftigung. Kartenspiele, Gesellschaftsspiele und Schach wurden von 27% der österreichischen Bevölkerung als Mittel zur Freizeitgestaltung angegeben.

Nach diesen im Wesentlichen kontaktorientierten Aktivitäten folgen als kreative Tätigkeiten das Handarbeiten bzw. Nähen mit 20%, sowie Fotografieren und Filmen mit 15%. Nahezu gleich häufig wurde auch die Fahrzeugreparatur bzw. -pflege und das Do-it-yourself-Heimwerken angegeben. Religiöse Betätigungen spielen immerhin für 19% eine Rolle. Aktivitäten zur Weiterbildung und das Erlernen von Fremdsprachen werden von etwa jedem Zehnten in der Freizeit betrieben. Computertätigkeiten wurden von 8%, Computerspiele von 13% angegeben. Etwa 390.000 Personen verfügten im September 1998 über einen Internetanschluss im Haushalt; 45% davon nutzten nach eigenen Angaben diese Möglichkeit zum Surfen im Internet, und zwar Männer (60%) häufiger als Frauen (27%). Etwa jeder Zehnte besucht in seiner Freizeit eine Diskothek, Saunabesuche spielen nur für 8% eine Rolle, einer Sammelleidenschaft frönen 6%. Bei künstlerischen Freizeitaktivitäten liegt Musizieren mit 10% an erster Stelle, gefolgt von Zeichnen, Malen und Bildhauerei (8%); Gesang und Tanz wurden nur von je 5% und Kunsthandwerk von 4% aller Personen ab 6 Jahren genannt, Laientheater spielen nur 1% (Da Mehrfachangaben möglich waren, ergibt die Summe der Relativzahlen mehr als 100).

Bei einigen Freizeittätigkeiten weisen Frauen erheblich höhere Anteile auf als Männer; das gilt vor allem für Spaziergang und Einkaufsbummel (Frauen: 62%, Männer: 40%), Handarbeiten und Nähen (Frauen: 38%, Männer: 1%), Gartenarbeit (Frauen: 39%, Männer: 29%) und Verwandtenkontakte (Frauen: 39%, Männer: 33%). Auch religiöse Betätigungen wurden von Frauen (22%) etwas häufiger angegeben (Männer:17%). Bei Männern spielen dagegen Tätigkeiten wie Do-it-yourself-Heimwerken (30%, Frauen: 6%) und Fahrzeugpflege (33%, Frauen: 6%) eine deutlich größere Rolle. Auch Fotografieren und Filmen sowie Computertätigkeiten in der Freizeit sind eher Männersache. Bei künstlerischen Tätigkeiten wie Gesang und Tanz liegen die Frauen mit der Häufigkeit der Ausübung vor den Männern. Nur beim Musizieren sind Männer und Frauen gleichauf. Zeichnen, Malen und Bildhauerei ist bei Frauen (10%) weit häufiger als bei Männern (6%); ebenso werden kunsthandwerkliche Fertigkeiten häufiger von Frauen ausgeübt. Insgesamt lässt sich resümieren, dass künstlerisch-kreative Tätigkeiten weit abgeschlagen hinter den weniger anspruchsvollen Freizeitaktivitäten des Alltags rangieren.

Rückfragen zu diesem Thema richten Sie bitte direkt an Dr. Sylvia Zeidler, Abteilung "Sozialstatistik", Statistik Österreich, unter der Tel.-Nr.: 71128/7320 DW.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Dr. Johanna Pattera oder
Günther Selinger
Tel.: (01) 711 28/7777 bzw. 7123 DW

Statistik Österreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | STZ/OTS