AK NÖ-Präsident Staudinger: Rückschritt ist nicht Reform!

Fraktionelle AK NÖ-Vollversammlung der Sozialdemokratischen Gewerkschafter eröffnet

Wien (FSG). "Seit Monaten ist eine Regierung in Amt und Würden, die nicht davor zurückschreckt, einen sozialpolitischen Rückschritt nach dem anderen zu paktieren und das dann auch noch als ‚Reform‘ verkauft." Das sagte der Präsident der Arbeiterkammer NÖ und Vorsitzende der Sozialdemokratischen Gewerkschafter, Josef Staudinger, heute im Rahmen der fraktionellen AK NÖ-Vollversammlung. Staudinger betonte, dass für ihn "Reform" immer etwas Positives sei, "etwas, das man mit Fortschritt verbindet, wo es besser wird, wo alle profitieren". Blauschwarz dagegen huldige dem Kürzen, Streichen und Drüberfahren, wobei mit den heutigen parlamentarischen Beschlüssen im Pensionsbereich der vorläufige Höhepunkt erreicht werde. Da dürfe man sich dann nicht wundern, dass sozialdemokratische Gewerkschafter Protest erheben und sich im Namen der Beschäftigten wehren, so der AK NÖ-Präsident.++++

Präsident Staudinger weiter: "Dank sozialpartnerschaftlichen Dialogs und maßvoller, vorausschauender und umsichtiger Politik sozialdemokratischer Gewerkschafter wird die Streikzeit in Österreich derzeit in Sekunden gemessen." Die neuen Machthaber seien gut beraten, die Errungenschaft des sozialen Friedens nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen, denn sie würden von ausländischen Konzernen als der Standortvorteil schlechthin angesehen.

Staudinger zog in seinem Grundsatzreferat auch Bilanz über den vergangenen AK-Wahlkampf und kritisierte dabei den Stil der politischen Mitbewerber. Dank gebühre in diesem Zusammenhang den Wählerinnen und Wählern, die eine deutliche Antwort auf fünf Monate Brutal-Wahlkampf gegeben hätten.

Klar sei jetzt jedenfalls, dass man nach diesem eindrucksvollen Vertrauensbeweis an den sozialdemokratischen Gewerkschaftern in Niederösterreich nicht mehr vorbeigehen könne. "Wir können stolz sein, selbstbewusst auftreten und erhobenen Hauptes nach vorne blicken. Nun liegt es an uns, das Wahlversprechen wahrzumachen und mit ganzer Kraft dafür zu sorgen, dass auch in Hinkunft gegen die niederösterreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer keine Politik gemacht werden kann", so der AK NÖ-Präsident abschließend.

FSG, 5. Juli 2000
Nr. 127

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