AK zu Lehrlingszahlen: Auffangnetz muss bleiben!

Bereits Ende der Vorwoche nur eine offene Lehrstelle für zwei Lehrstellensuchende, zeigen auch die Zahlen des Arbeitsmarktservice

Wien (AK) - Die Regierung muss das Auffangnetz zur
Jugendausbildung fortsetzen und darf es nicht zerreißen: Für Georg Ziniel, den Leiter des AK Bereichs Soziales, ist das der einzig mögliche Schluss aus dem Vergleich der aktuellen Zahlen der Lehrstellensuchenden und der offenen Lehrstellen in ganz Österreich, die heute, Dienstag, das Arbeitsmarktservice für Ende Juni genannt hat. "Die Zahlen des Arbeitsmarktservice bestätigen die Zahlen der AK. Sie können auch nicht geschönt werden, wie es das Wirtschaftsministerium gestern versucht hat", sagt Ziniel: Bereits Ende der Vorwoche boten die Unternehmer nur eine offene Lehrstelle für je zwei Jugendliche, die entweder schon länger eine Lehrstelle suchen oder jetzt, nach Schulschluss, dringend einen Ausbildungsplatz brauchen. Spätestens jetzt müsse die Regierungskoalition im Parlament ihren Initiativantrag zurückziehen, mit dessen Beschluss sie morgen im Nationalrat das Auffangnetz zerreißen will. Ziniel: "Nur, wenn das Auffangnetz fortgesetzt wird, ist das Recht auf Ausbildung für alle Jugendlichen im Herbst garantiert." *****

"Tausende Jugendliche könnten im Herbst ohne Ausbildungsplatz auf der Straße stehen, wenn die Regierung das Auffangnetz zerreißt", so Ziniel: Es müsse weiterhin Berufslehrgänge und Lehrlingsstiftungen geben, in denen die Jugendlichen vollwertige Berufsausbildung bekommen, die bei Übertritt auf eine Lehrstelle im Betrieb voll angerechnet wird. Den angeblichen Ersatz, den der Initiativantrag der Regierung für das Auffangnetz vorsieht, charakterisiert Ziniel als "Stillbeschäftigung statt Ausbildung": Die Regierung plant nur noch unverbindliche Lehrgänge, nach denen der Lehrberechtigte bei Übertritt eines Jugendlichen selbst entscheiden darf, ob er die Ausbildung im Lehrgang anerkennt oder der Lehrling wieder bei Null anfangen muss.

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