AMS: Um 25.500 weniger Arbeitslose Ende Juni- Arbeitslosigkeit sank gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent - Vom Rückgang waren alle Bundesländer, Berufe und Altersgruppen betroffen

Wien (OTS) - Die Arbeitslosigkeit ist im Juni im Jahresabstand wieder deutlich gesunken: Mit 156.387 Arbeitslosen waren beim Arbeitsmarktservice (AMS) um 25.530 oder 14 Prozent weniger Jobsuchende gemeldet als noch im Vorjahr. Gegenüber dem Vormonat ging die Arbeitslosigkeit saisonbedingt um 17.647 oder 10,1 Prozent zurück.

Die nach EU-Standards erhobene internationale Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vorjahr von 3,7 auf 3,3 Prozent und lag damit unverändert auf dem Niveau des Vormonats. Die nationale Arbeitslosenquote ging von 5,5 % im Vorjahr auf 4,7 % zurück. "Damit wird Österreich eines der Schlüsselziele des nationalen Aktionsplans, nämlich die internationale Arbeitslosenquote bis 2001 auf 3,5 Prozent zu senken, bereits heuer erfüllen und seine hervorragende Position am Arbeitsmarkt weiter festigen können", erklärte Herbert Böhm, Vorstandsmitglied des Arbeitsmarktservice (AMS).

Im Jahresvergleich wieder deutlich angestiegen ist die Zahl der offenen Stellen: Ende Juni waren 40.005 Arbeitsplätze beim AMS verfügbar, um 6.587 oder 19,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Lauf des Monats wurden insgesamt 25.273 offene Stellen gemeldet und 28.761 Arbeitsplätze gingen ab. "Die Betriebe nehmen in verstärktem Ausmaß die Dienstleistungen des AMS in Anspruch. Fast drei Viertel der offenen Stellen werden von uns bereits innerhalb eines Monats besetzt", betonte Böhm.

Nach Berufen betrachtet sank die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr sowohl in den Dienstleistungsberufen (minus 15,1 %) als auch in den Produktions- (minus 14,7 %) und Saisonberufen (minus 10,2 %). "Vom Rückgang im Dienstleistungsbereich profitierten vor allem Personen aus Büro-, Handels-, Verkehrs-, Gesundheits-, Reinigungs-oder technischen Berufen", informierte Böhm. Im Produktionsbereich sank die Arbeitslosigkeit vor allem in den Metall/Elektro-, Bekleidungs- Holz- und Hilfsberufen. Im Saisonbereich ging die Zahl der Jobsuchenden sowohl im Fremdenverkehr (minus 13,3 %), im Bau (minus 3,7 %) als auch in der Land- und Forstwirtschaft (minus 9,2 %) zurück.

Ende Juni sank die Arbeitslosigkeit in allen Altersgruppen. Die Jugendarbeitslosigkeit ging auf 21.077 (minus 3.420 oder 14 %) zurück. Die Zahl der Jobsuchenden im Haupterwerbsalter verringerte sich um 14.385 oder 13 % gegenüber dem Vorjahr. Auch bei den über 50-jährigen setzte sich der positive Trend fort: Dort ging die Arbeitslosigkeit um 7.725 oder 16,5 % zurück.

Regional betrachtet sank die Arbeitslosigkeit in allen Bundesländern. Den stärksten relativen Rückgang gab es in Oberösterreich (minus 18,9 %), in Vorarlberg (minus 17,1 %), in Salzburg (minus 16,5 %), in der Steiermark (minus 15,9 %), in Tirol (minus 15,8 %) und in Kärnten (minus 15,6 %).

"Die Lage am Lehrstellenmarkt hat sich wieder verbessert, die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen ist deutlich gestiegen", informierte Böhm. Ende Juni waren beim AMS 1.921 Lehrstellensuchende und 2.461 offene Lehrstellen gemeldet. Damit sank die Zahl der Lehrstellensuchenden gegenüber dem Vorjahr um 195 oder 9,2 %, die Zahl der offenen Lehrstellen nahm um 481 oder 24,3 % zu. Insgesamt wurde im Lauf des Monats vom AMS 2.481 Jugendlichen eine Lehrstelle vermittelt.

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