Haunschmid: Maßlose Agitation Kaskes

Wien, 2000-07-04 (fpd) - "Gesetze sollen heute Probleme von morgen lösen", erklärte heute die freiheitliche Bundeswirtesprecherin und Bundessprecherin der FIT (Freiheitliche Initiative Tourismus), BR Ulrike Haunschmid. ****

Mit zwei Maßnahmen wolle die Regierung dies tun:
1. Lehrlinge in der Gastronomie sollen statt bisher nur bis 22 Uhr in Zukunft bis 23 Uhr arbeiten können - bei gleichbleibender Gesamtarbeitszeit. Grund: Sommerzeit - Verschiebung der Essenszeiten - Lehrmöglichkeit bei Gesellschaftsessen - Galaabende usw. Haunschmid freute sich als Wirtin über diesen Beschluß des Wirtschaftsministers. 2. Mehr ausländische Saisonniers aus Nicht-EU-Staaten. Einziger Grund: anhaltender Arbeitskräftemangel in der Gastronomie in der Hochsaison.

Gegen beide Maßnahmen opponiere Tourismusgewerkschafter Kaske, gegen die Arbeitszeitregelung für Gastronomie-Lehrlinge sogar mit maßloser Agitation: "Die Devise der Regierung: Der Jugend keine Chance", behaupte Kaske. Es stelle sich die Frage, wo er die Chance sehe:
nächtliche Freizeitbeschäftigung oder intensivere Lehre, so Haunschmid.

Das wahre Problem mit Herrn Kaske sei er selbst, kritisierte Haunschmid. "Zunächst interessieren ihn die Sachprobleme nicht. Deshalb will er diese auch nicht lösen. Es ist ihm gleichgültig, ob unsere Betriebe, nicht nur deren Chefs wohlgemerkt, sondern vor allem ihre Mitarbeiter, im Wettbewerb besser oder schlechter liegen." Unterliege der Arbeitgeber, so gingen Arbeitsplätze verloren, und er könne auch keine Lehrlinge ausbilden. "Ist es das, was Kaske will? Jugendliche auf der Straße statt am Lehrplatz?"

Hinsichtlich der Saisonniers müßte Kaske aus Erfahrung wissen, daß Arbeitslose und offene Stellen schon langfristig nicht zusammenfänden, erst recht nicht in den wenigen Wochen einer Sommersaison, so Haunschmid. "Eine Stunde länger am Abend und mehr ausländische Saisonniers machen unsere Gastwirte und Hoteliers fitter im Wettbewerb."

Sein einziges Interesse erkläre Kaske so: "Ich werde erst dann wieder glücklich sein, wenn es diese Regierung nicht mehr gibt und wir für die Jugend wieder lebenswerte Gesetze machen können." Kaske verwechsele etwas: Nicht Gesetze seien lebenswert, sondern ausschließlich das Leben. Es wäre wünschenswert, würde das Interesse Kaskes und seiner Fraktion dem wirklichen Jugendschutz gelten - so wie es u.a. der freiheitliche Finanzminister handhabe: Getränkesteuer weg von alkoholfreien Getränken für die Jugend.

Offenbar sei der Tourismusgewerkschafter Kaske nicht in der Lage, umzudenken und sich von den alten Steinzeitstrukturen der roten Proporzregierung zu verabschieden. Schlußendlich sei Kaske deshalb ein Problem, weil er mit dieser Regierung nicht zusammenarbeiten wolle. Daher sei er als Gewerkschafter erstmals richtig gefordert, Flexibilität zu zeigen, so Haunschmid abschließend. (Schluß)

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