Günther Förg - 14 Photographien: Architektur Konstantin Melnikov 06.07. - 01.10.2000

Ausstellungsdauer 06.07. - 01.10.2000 Vernissage 05.07.2000, 19.30 Pressekonferenz 05.07.2000, 17.00 Günther Förg ist anwesend

Wien (OTS) - Am 05.07.2000 eröffnet die Sammlung Essl eine Ausstellung mit 14 Architektur-Photographien des deutschen Künstlers Günther Förg. Die Photos zeigen die zwischen 1922 und 1929 in Moskau errichteten Bauten des konstruktivistischen Architekten Konstantin Melnikov, die vom Abriß bedroht sind.

Förg reiste Anfang 1995 aus Interesse an der sowjetischen Moderne nach Moskau, wo er Monumente der Architektur der 20er Jahre photographierte. Im Zuge dieser Reise besichtigte der Künstler unter anderem auch das 1927 entstandene Privathaus Melnikovs. Das außergewöhnliche Haus, dessen Grundriß von zwei ineinander geschobenen Zylindern gebildet wird, und dessen Fassade von 200 rhombenförmigen Fenstern durch-brochen ist, gehört zu den architekturhistorisch wichtigsten Bauten des 20.Jahrhunderts. Die von Melnikov geplanten und gebauten Busgaragen und Arbeiterklubs in Moskau zeugen von einem Architekturverständnis, das die politische und gesellschaftliche Reformierung der Sowjetunion in eine gebaute Bildsprache umzusetzen ver-stand. Die Bauten Melnikovs sind inzwischen weltweit als herausragende Schöpfungen der Architekturgeschichte anerkannt. Dennoch verfallen die seit Jahren vernachläßigten Gebäude zusehends. Das Bachmetiew-Busdepot steht kurz vor dem Abriß, es soll, laut einer Meldung der Neuen Züricher Zeitung, einem Apartmenthaus weichen:

Bedrohtes Hauptwerk von Melnikov

Eines der wenigen noch existierenden Bauwerke von Konstantin Melnikov (1890 - 1974) ist laut Moskauer Architektenkreisen vom unmittelbaren Abbruch bedroht. Es handelt sich dabei um das Bachmetiew-Busdepot in Moskau, das zwischen 1926 und 1928 von Melnikov realisiert worden war. An der Stelle dieses Architekturmonuments soll ein luxuriöses Apartmenthaus entstehen. NZZ, 22./23.3.2000

Die Ausstellung in der Sammlung Essl widmet sich einerseits dem bedeutenden photo-graphischen Werk von Günther Förg, sie soll aber auch auf die unmittelbar vom Abbruch bedrohten Bauwerke Melnikovs aufmerksam machen. Gemeinsam mit dem Architekturzentrum Wien und international renommierten Architekten startet die Sammlung Essl eine Unterschriftenaktion aus Protest gegen den Abriß dieser wichtigen Architekturmonumente. Wir wollen gegenüber der Moskauer Stadtplanung ein Zeichen setzen und ein Umdenken anregen, das zur Erhaltung der Bauten von Konstantin Melnikov führen soll.

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