ÖGJ: Der Jugend eine Chance geben

Regierung zerstört Ausbildungssystem

Wien (ÖGJ). "Statt der Jugend eine Chance für eine Ausbildung mit Zukunft zu geben, zerstört die Regierung das anerkannte österreichische Berufsausbildungssystem", so Albert Maringer, Vorsitzender der Össterreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD) und seinem Stellvertreter, Alfred Gajdosik.++++

"Verlängerung der Probezeit, Ausweitung der Arbeitszeit im Gastgewerbe, Verlängerung der Vorlehre und Verkürzung der Behaltefrist sowie die Einführung einer Schmalspurausbildung. Sonst ist dieser Regierung nichts eingefallen. Das Ergebnis: Die Qualität der Ausbildung wird verwässert, die Unternehmer können 'ihre' Lehrlinge leichter als billige Hilfsarbeiter verwenden. Von einer modernen, zukunftsorientierten Weiterentwicklung des anerkannten dualen Ausbildungssystems keine Spur." So charakterisierte Maringer die Novelle zum Berufsausbildungsgesetz.

"Kommenden Mittwoch haben es die 104 Abgeordneten der Regierungsparteien im Nationalrat in der Hand, ob in Zukunft österreichische Jugendliche so ausgebildet werden, dass sie auch in der zukünftigen Arbeitswelt eine Chance haben, oder ob sie sich als 'bessere Anlernkräfte' ihr Brot verdienen müssen", forderte Maringer von den Regierungsabgeordneten "kurz vor Torschluss noch ein Umdenken".(ff)

ÖGB, 3. Juli 2000
Nr. 590

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