GLAWISCHNIG: TEMELIN - FEUER AM DACH - EINSTIEG VON EdF Grüne: ElWOG erleichtert Atomstromimporte nach Österreich

Wien (OTS) "Die tschechische Regierung steht unmittelbar vor der Entscheidung, ihre Elektrizitätsgesellschaft CEZ an den Französischen Atommulti EdF zu verkaufen. Damit würde ein
400 Milliarden Schilling schwerer Konzern sich in Tschechien einkaufen und die E-Wirtschaft unseres Nachbarlandes ganz auf Atomstrom trimmen. Wobei zusätzlich zu befürchten ist, dass Tschechien nur ein Schritt bei den Expansionsgelüsten der EdF ist:
Deutschland, Osteuropa und Österreich folgen", stellt die Umweltsprecherin der Grünne, Eva Glawischnig fest.
Als besonders ärgerlich und bedenklich bezeichnet Glawischnig,
dass die derzeitige Bundesregierung den Atomstromimport erleichtert hat. "Bisher war es möglich, Atomstromimporte, die unter den Erzeugungskosten liegen (was in Tschechien nachweislich er Fall ist) zu verbieten. Doch das ist jetzt nicht mehr möglich. Die Grünen werden daher im Parlament eine Initiative zum ElWOG setzen, um eine Zunahme der Atomstromimporte zu verhindern. Mit solchen Gesetzen wird die Fertigstellung von Atomkraftwerken geradezu ermutigt", so Glawischnig.

Tatsache sei, so die Grüne Umweltsprecherin, dass Tschechien plant 80 Prozent oder 12 TWh von Temelin künftig zu exportieren. "Mit EdF als Partner ist unserem Nachbarland eine solche
Verschärfung der Situation zu zutrauen", bedauert Glawischnig.
"Die Bundesregierung muss in dieser Situation die Notbremse ziehen und die tschechische Regierung eindringlich auffordern, das Ergebnis der UVP abzuwarten. Derzeit wird überhastet fertiggebaut. Die Sicherheit wird dabei klein geschrieben, wie jüngste Berichte zeigen", meint Glawischnig, die von einer "echten Tatenlosigkeit der Bundesregierung" spricht. "Jetzt ist Anti-Atom-Lobbying angesegt, Herr Bundeskanzler", meint Glawischnig, die von einer besorgniserregenden Situation in Tschechien spricht.

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