LHStv. Bauer: 22 NÖ Naturpark - Schremser Hochmoor - wird eröffnet

Kommenden Samstag großes Fest in Schrems

St. Pölten, (SPI) - Im Rahmen eines Festaktes am 8. Juli 2000, 15.00 Uhr, (Treffpunkt Parkplatz beim Moorbad in Schrems) wird der für den Naturschutz zuständige LHStv. Dr. Hannes Bauer den 22. Naturpark in Schrems offiziell eröffnen. Der vielfältige Reigen der NÖ Naturparke wird damit erweitert, und einem großen Anliegen des Landes Niederösterreich kann wieder ein Stück näher getreten werden: die reichhaltige Natur in Niederösterreich erlebbar zu machen, sie den Menschen, ganz besonders Kindern und Familien, näher zu bringen. "Nach langen Bemühungen der Gemeinde Schrems und des Landes wird das Schremser Hochmoor im nördlichen Waldviertel nun zum Naturpark erklärt. Die einzigartige Moorlandschaft des Naturparks "Schremser Hochmoor" erstreckt sich zwischen Langschwarza, Gebharts und Schrems und zeichnet sich durch verschiedene Regenerationsstadien ehemaliger Torfstiche aus. Diese Übergangsstadien sind besonders attraktiv und weisen eine eindrucksvolle landschaftliche, zoologische und botanische Vielfalt auf. Das Schremser Torfmoor, oder, wie es im Volksmund genannt wird, der Torfstich, ist das größte in ganz NÖ, es hat eine Ausdehnung von 300 Hektar", so LHStv. Dr. Hannes Bauer.****

Naturschutz und Naturerlebnis für Besucher als gemeinsames Projekt Abseits von Strategien des Massentourismus setzen die Schremser auf Konzepte, die Naturschutz und gleichzeitig eine touristische Nutzung des Gebietes erlauben. Die Besucher sollen die Rückeroberung der ehemaligen Torfstiche durch die Natur hautnah erleben, ohne dabei die seltene Fauna und Flora des Moores zu gefährden. Erlebnispädagogik-Konzepte werden dazu ebenso beitragen wie die Entwicklung einer Informationseinrichtung, welche die Bedeutung des Torfes für die Region und ihre Bevölkerung darstellen wird. In den Wasserflächen der alten Torfstiche und ehemaligen Abzugsgräben findet der äußerst seltene Moorfrosch ausgezeichnete Lebensbedingungen vor. Auch der Wasserschlauch, eine Kleinst-Tiere fressende Unterwasserpflanze, ist hier zu beobachten. Und auf den noch ungestörten Restflächen fängt der rundblättrige Sonnentau, eingebettet in Torfmoospolster, mit seinen klebrigen Blatt-Tentakeln Kleininsekten, um seine karge Kost auf dem sauren Torfuntergrund aufzubessern.

Besondere Einblicke in die faszinierende Moorlandschaft wird den Besucher auch über einen Aussichtsturm der besonderen Art geboten werden, der sich derzeit in Bau befindet. Die siebzehn Meter hohe "Himmelsleiter" des Wiener Architekten Manfred Rapf wird schon aus der Entfernung über dem vorhandenen Baumbestand als Silhouette erkennbar, aber noch nicht erklärbar sein. Wer dem Objekt näher kommt, wird erkennen, dass es aus zwei versetzten, parallel zueinander angeordneten Reihen von geschälten Baumstämmen mit siebzehn Metern Höhe besteht und einer Fortumzäunung gleicht. Der Bau der Himmelsleiter wird 2001 abgeschlossen sein.

"Der Naturschutz und damit auch die Positionierung der Naturparke hat in den vergangenen Jahren in Niederösterreich eine maßgebliche Änderung erfahren. Neben dem Schutzgedanken der Natur und der Bewahrung der Schönheiten unserer Regionen für künftige Generationen tritt nun verstärkt der Erlebnischarakter für den Tourismus und die Freizeit hervor. Naturparke sind Kontrapunkte zu den künstlichen Welten der Freizeitindustrie geworden, Naturparke haben eine multifunktionale Bedeutung erhalten. Sie sind Zentren der nachhaltigen Regionalentwicklung mit all ihren positiven Auswirkungen auf die Region, die Wirtschaft und die Gemeinden", so Bauer bei der heutigen Naturparketagung. Der Erfolg dieser Entwicklung zeigt sich schon allein durch die statistischen Zahlen. Niederösterreichs - nun 22 Naturparke - besuchen jährlich rund 2,5 Millionen Menschen, die Internet-Homepage der Naturparke verzeichnet pro Monat rund 25.000 Abfragen. Der neue Wanderpass, den die NÖ Naturparke seit Beginn der heurigen Wandersaison als neuen Werbeträger erkoren haben, wird sehr gut angenommen. Er liegt in allen Naturparken auf und informiert in übersichtlicher Form über Angebote, Routen und Attraktionen", so der NÖ Naturschutzreferent.
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