Motz: Verkehrsstaus kosten den Österreichern im Jahr rund 257 Milliarden Schilling

Ein komplett neues Autobahn- und Schnellstraßennetz würde nicht mehr kosten

St. Pölten, (SPI) - Eine Studie der Wirtschaftsuniversität weist nach, dass die enorme Anzahl an Verkehrsstaus den Steuerzahlern jährlich Kosten in der Höhe von etwa 257 Milliarden Schilling verursacht. Dieser Betrag setzt sich laut der wissenschaftlichen Erhebung aus höheren Benzinkosten, zahllosen Handytelefonaten aus den Kolonnen, verpassten Aufträgen für Lkw oder ähnlichen Faktoren zusammen. Ein horrender Betrag also, der mit Leichtigkeit ausreichen würde, um ein komplett neues Autobahn- und Schnellstraßennetz auf einen Schlag bauen zu können. "Wenn das Straßennetz nicht entsprechend ausgebaut und verbessert wird, heißt das automatisch, dass sich das Verkehrsdilemma rapid verschärft - noch mehr Staus und noch mehr Kosten. Ein Trend, den es zu stoppen gilt, bevor sich eine gewisse Ohnmacht bei der Bevölkerung und das totale Verkehrschaos auf unseren Straßen breitmacht", warnt der Wirtschaftssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Mag. Wolfgang Motz, vor einer eklatanten Verschlechterung der Verkehrssituation und fordert gleichzeitig Landesverkehrsreferent LH Pröll für NÖ und Infrastrukturminister Schmid auf gesamtösterreichischer Ebene auf, sofortige Gegenmaßnahmen zu treffen.****

Die Einführung des Lkw Road Pricing wird seit 1996 - damals durch VP-Minister Farnleitner und jetzt durch den freiheitlichen Infrastrukturminister Schmid - immerwährend aufgeschoben und hinausgezögert, während sich die Situation auf den Straßen verschlechtert. Einmal mehr werden nur die Autofahrer zur Kasse gebeten, die Lkws allerdings verschont. Per 1. Juni 2000 wurde die Kfz-Steuer für Pkw um 51 % erhöht, wobei diese Abgaben nicht einmal für den Straßenbau herangezogen werden. Hier sind gleich zwei Ungerechtigkeiten versteckt: Zum einen müssen die Autofahrer eine enorme Verteuerung hinnehmen, erhalten aber keine Verbesserung des bestehenden Straßennetzes und zum anderen sind einmal mehr die Lkw von den Verteuerungen ausgenommen. Darüber hinaus kostet die Autobahnvignette für Pkw mit Beginn des kommenden Jahres um 100 % mehr. Lkw hingegen sind von dieser Erhöhung nicht betroffen - sie zahlen sogar deutlich weniger als bisher für ihre Vignette. "Diesen Ungerechtigkeiten muss ein Ende gemacht werden. Lkw müssen für die Fahrbahn-, Umwelt- und Unfallschäden, für die sie verantwortlich sind, verstärkt herangezogen werden und die zusätzlichen Mittel der Erhöhung der Kfz-Steuer sind für den Straßenbau zweckzubinden", fordert LAbg. Mag. Motz.
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