BERICHTIGTE WIEDERHOLUNG OTS0051 - KORRIGIERTE TELEFONNUMMER Verzetnitsch: "Pensionsreform muß Chefsache werden"

ÖGB fordert, dass sich Bundeskanzler Schüssel in die Verhandlungen einschaltet

Wien (OTS) - Der ÖGB fordert Bundeskanzler Wolfgang Schüssel auf, sich selbst in die Pensionsverhandlungen einzuschalten. "Dem ÖGB geht es um eine langfristige Sicherung des Pensionsystems. Die zuständigen Minister haben mit dem ÖGB keine wirklichen Verhandlungen geführt. Darüber hinaus haben sie uns am Freitag plötzlich neue belastende Maßnahmen präsentiert - jetzt ist der Regierungs-Chef selber gefordert", erklärt ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch.

"Noch nie zuvor sind Vertreter einer Bundesregierung derart kaltblütig über die Interessen der Arbeitnehmer drübergefahren" , kritisiert Verzetnitsch. Offensichtlich hat es die Bundesregierung von vornherein auf ein Scheitern angelegt, denn sämtliche Reform- und Finanzierungsvorschläge von ÖGB und Arbeiterkammer wurden abgelehnt. Verzetnitsch: "Bundeskanzler Schüssel soll nun den Arbeitnehmern jene Gesprächsbereichschaft entgegenbringen, die er selber von den 14 EU-Staaten fordert". Verzetnitsch weiter: "Wer selbst Sanktionen aus dem Ausland bekämpft, sollte im Inland keine gegen die Arbeitnehmer einführen". Deshalb ersuche er den Bundeskanzler, die Sache selber in die Hand zu nehmen.

Immerhin betone der Regierungschef immer wieder, dass es ihm um die Sicherung der Pensionen für die jungen Menschen in Österreich gehe. "Die derzeitigen Pläne sind keine Reform, sondern eine einseitige und überfallsartige Belastung für die Arbeitnehmer. Sie sichern das System nicht langfristig, sondern dienen nur zum kurzfristigen Stopfen von Budgetlöchern", sagt Verzetnitsch: "Ich kann nicht glauben, dass dies im Sinne des Regierungschefs ist".

Zwtl. Arbeitnehmer wenden sich an Klubleute

Nachdem ÖGB und AK ihre Vorschläge zu einer echten Pensionreform der Bundesregierung bereits im März übermittel haben, haben sie diese am vergangenen Donnerstag neuerlich den Klubleuten im Parlament geschickt. In der gleichen Post: Briefe von Betroffenen, die für tausende Härtefälle stehen. Damit soll den Abgeordneten vor der Beschlussfassung des Pensions-Belastungspakets noch einmal die Anliegen der Arbeitnehmer in Erinnerung gerufen werden. Verzetnitsch abschließend: "Wenn es FPÖ und ÖVP wirklich um eine zukunftssichernde Pensionreform geht, dann sollten sie unsere Vorschläge ernst nehmen.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

ENDE DER BERICHTIGTEN WIEDERHOLUNGS

ÖGB Presse
Tel. 01/534 44 480

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/OTS