Stadion Kleßheim ist ein Gewinn für das SportLand Salzburg

Riess-Passer, Schausberger und Raus: Neuorientierung für den Salzburger Fußballsport

Salzburg (OTS) - Durch die Finanzierungszusage des
Bundes und den Beschluss der Stadion Salzburg Wals-
Siezenheim Planungs- und Errichtungsgesellschaft, die
Gründe für die Errichtung eines Fußballstadions in Wals-Siezenheim zu kaufen bzw. zu pachten, sei die
Errichtung des neuen Fußballstadions in Wals-
Siezenheim endgültig gesichert. Von diesem neuen
Stadion werde nicht nur der Spitzensport, sondern vor
allem auch der Breitensport profitieren. Damit ist das
Stadion Kleßheim ein Gewinn für das SportLand
Salzburg. Dies betonte heute, Samstag, 1. Juli,
Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger in einem
gemeinsamen Informationsgespräch mit Vizekanzlerin Dr.
Susanne Riess-Passer, die in der Bundesregierung für
den Sport zuständig ist, Sportreferent Landesrat Dr.
Othmar Raus, Bürgermeister Bundesrat Ludwig Bieringer,
Dr. Nikolaus Vogler, Vorsitzender des Aufsichtsrates
der Salzburg Sport AG, und dem Präsidenten des
Salzburger Fußballverbandes, Josef Schlosser, als
Vertreter des Österreichischen Fußballbundes.

Riess-Passer: Weichen richtig gestellt

Vizekanzlerin Dr. Riess-Passer betonte, dass mit dem
Bau des neuen Stadions in Kleßheim gemeinsam die
richtige Entscheidung getroffen wurde. Damit seien die
Weichen für eine moderne Fußballpolitik für das Land
Salzburg und damit auch für Österreich in die richtige
Richtung gestellt worden. Mit der Verwirklichung
dieses Projektes und einer modernen Sportpolitik solle
der Fußball in Salzburg und in Österreich wieder an
das Europa-Niveau herangeführt werden. In diesem
Zusammenhang appellierte die Vizekanzlerin an die
Fußballer, diesem Sport treu zu bleiben und mit
hervorragenden Leistungen, den sportbegeisterten
Menschen Freude zu bereiten.

Salzburg neues Fußball-Nachwuchszentrum

Schausberger und Riess-Passer wollen außerdem Salzburg
als neues Fußball-Nachwuchszentrum etablieren. Vorbild
ist dabei die Schifahrerausbildung in Österreich, die
Grundlage für die großen sportlichen Erfolge der
österreichischen Schifahrer ist. Um den
österreichischen Fußball wieder auf Europa-Niveau
heranzubringen, sei es notwendig, schon die Jugend
systematisch und unter guten organisatorischen
Voraussetzungen zu fördern. Das Stadion in Kleßheim
schaffe gute Voraussetzungen dafür. Der Bund, so
Riess-Passer, lege daher größten Wert darauf, dass in
Salzburg ein neues Fußballnachwuchszentrum etabliert
werde.

Schausberger: Neuer Erholungsraum für die Bevölkerung

Bei dem Informationsgespräch betonte der Salzburger
Landeshauptmann erneut, dass das Stadion weder direkt
vor dem Schloss Kleßheim noch im Schlosspark errichtet
werde. Vielmehr werde das Areal rund um das Stadion
großflächig begrünt, so dass ein eigenständiger
Landschaftspark entstehe, womit der Grünraum des
Schlossparks eine Fortsetzung findet. Damit entstehe
für die Taxhamer Bevölkerung ein dringend notwendiger zusätzlicher Erholungsraum. Zum Verkehrskonzept
betonte Dr. Schausberger, dass die Straße zwischen dem
Stadion und dem Schloss Kleßheim verkehrsberuhigt
wird. Im engsten Umfeld des Stadions werden 2000
Parkplätze geschaffen, die nur über die Autobahn zu
erreichen sind. Die 2000 Parkplätze sind im Verhältnis
zu den Sitzplätzen das größte Angebot an Stellflächen
aller österreichischen Stadien.

Bürgerbeirat für Umsetzung

Dr. Schausberger wies weiters darauf hin, dass für
alle weiteren Schritte zur Errichtung des Stadions in
Kleßheim ein Bürgerbeirat eingerichtet werde, damit
die Anliegen der Anrainer in partnerschaftlicher Weise
so weit wie möglich berücksichtigt werden.

Zur weiteren Vorgangsweise teilte der Landeshauptmann
mit, dass in den kommenden drei Monaten auf Wunsch des
Bundes das Raum- und Funktionskonzept des Stadions
noch einmal überarbeitet sowie die Nebennutzungen
definiert werden. Darüber hinaus werden
Einsparungsmöglichkeiten bei der Dachkonstruktion
überprüft. Im Herbst dieses Jahres sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden. Parallel dazu wird ein
Betriebskonzept für das Stadion erstellt. Mit einer
Vergabe der Arbeiten und dem Baubeginn ist im
Februar/März 2001 zu rechnen.

Raus: Grundstein für professionellen Spitzenfußball

Der Salzburger Fußballsport und damit die Salzburger
Austria erhalten eine moderne Anlage. Das Stadion soll
den Grundstein für eine weitere Professionalisierung
des Spitzenfußballs legen, die in Lehen nicht mehr
möglich gewesen wäre. Sportreferent Landesrat Dr.
Othmar Raus betonte in diesem Zusammenhang auch, dass
eine moderne Anlage nur unter Einbeziehung der
Anhänger errichtet werden soll. Er erinnerte an den Anforderungskatalog, den er gemeinsam mit den
Anhängerklubs ausgearbeitet hat.
"Bei aller Professionalisierung muss der Verein aber
aufpassen, dass er seine Identität beibehält", sagte
der für den Sport zuständige Landesrat. Eine
Rückbesinnung auf die Wurzeln tue jedem Verein gut.
"Das Stadion ist nur ein Gebäude, es braucht auch eine
Seele." In der Vereinspolitik der Austria, die aus der
Fusion der beiden Klubs Rapid und Hertha sowie unter
Integration von Vorwärts Maxglan hervorgegangen ist,
sieht er Bewusstsein für diese Aufgabe.

Schließlich ist das Stadion auch eine Hilfe für den
Breitensport. "Kaum ein Ereignis hat so viele junge
Menschen zum Sport motiviert wie die Erfolge der
Austria", erinnerte Raus unter Hinweis auf Statistiken
des Fußballverbandes. Das Stadion ist eine Infrastruktureinrichtung, die der Region gute Dienste
leisten wird.

Vogler: Mit Salzburg Sport AG neue Wege beschritten

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Salzburg Sport
AG, Dr. Nikolaus Vogler, betonte, dass mit der
Gründung der Salzburg Sport AG ein international
erfolgreichen Beispielen folgender Weg beschritten
wurde. Die AG soll den Verein stärken und
wirtschaftliches Denken sowie Handeln bei einem
Fußballunternehmen einführen. Die AG bringt
Transparenz, sportliche Absicherung und Entwicklung
neuer Geschäftsfelder.
Es sei unumstritten, dass wirtschaftlicher und
sportlicher Erfolg untrennbar verbunden seien. Weiters
ist es betriebswirtschaftlich unumstritten, dass in
Salzburg nur durch den bevorstehenden Stadionneubau
weiterhin ansprechender Fußball und in der Folge
internationaler Spitzenfußball geboten werden können.
Im Juni prüfte Sir Ernest Walker, Schottland, als Chef
der Stadionkommission der UEFA das Salzburger
Stadionprojekt. Er war von der Art, Gestaltung und
insbesondere vom Standort des Stadions sehr
begeistert. Walker habe auch bestätigt, dass
international gesehen schon alleine der Bau eines
neuen Stadions die Zuschauerzahlen erhöhe, betonte Dr.
Vogler.

Die Leute wollen angenehmes Ambiente und ein
qualitatives Service. Auch Beispiele aus Österreich
belegen, dass der Stadionneubau entsprechende
Mehreinnahmen nach sich zieht. Allein im VIP-Club und Sky-Boxen-Bereich erwarte er einen Anstieg von 2,4
Millionen Schilling auf eine zweistellige
Millionenzahl. Auch die Werbeeinnahmen werden sich
entsprechend erhöhen, dies nicht zuletzt wegen der
Erweiterung der Bandenflächen. Wirtschaftlicher Erfolg
könne in den Sportbereichen investiert werden.

Das sportliche Konzept beinhaltet einen
zukunftsorientierten Umbau und eine Verjüngung des
Teams, so dass innerhalb von drei Jahren eine
attraktive Mannschaft formiert wird, die wieder an der
Spitze in Österreich mitspielen kann. All dies soll
durch Optimierung der Nachwuchsarbeit und den
gezielten Aufbau des Pool-Networks mit klarer
Staffelung der beteiligten Clubs erreicht werden,
wobei auch die Partnerschaft mit international
renommierten Clubs angestrebt wird.

Dem Wunsch von Vizekanzlerin Dr. Susanne Riess-Passer
entsprechend, werde die Salzburg Sport AG optimale
Bedingungen für eine moderne Nachwuchsarbeit schaffen,
versicherte Dr. Vogler.

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