Petrovic: Subventionen für Lebendtiertransporte abschaffen

Grausames Geschäft darf sich nicht lohnen

Wien (OTS) "Die Subventionen für Schlachttierexporte müssen sofort abgeschafft werden, dann lohnt sich dieses grausame Geschäft nicht mehr", erklärt die stv. Klubobfrau und Tierschutzsprecherin der Grünen, Madeleine Petrovic. In Zeiten von Sparprogrammen bedeuten diese Subventionen eine unerträgliche Verschwendung von Steuergeldern, kritisiert Petrovic. Seit Jahren werde die Öffentlichkeit mit diesen Bildern von wehrlosen, zu Tode erschöpften, halb verdursteten und verletzten Tieren konfrontiert, so Petrovic. Agrarkommissar Fischler müsse die EU-Agarpolitik endlich in eine ökologisch und ethisch verantwortbare Richtung bringen. "Durch die Subvention der Lebendtierexporte werden die Rindfleischberge nicht abgebaut, sondern es wird ein weiterer Anreiz geschaffen, die Überschußpolitik fortzusetzen", so Petrovic.

Fischler rede sich darauf aus, daß die Auszahlung der Exportsubventionen von der Einhaltung der EU-Tiertransport-Richtlinien bis an den Zielort abhängig gemacht werde. "Es wird aber weder in der EU, noch beim Austritt aus dem Binnenmarkt noch bei der Entladung der Tiere in den Drittländer wirksam kontrolliert," betont Petrovic. Die EU-Versorgungsstationen, wo die Tiere zwischenzeitlich entladen, getränkt und gefüttert werden sollten, sind bis jetzt nicht flächendeckend eingerichtet. Die wortreichen EU-Bestimmungen über unterschiedliche Transportzeiten, Tränke- und Fütterungsintervalle, Ruhezeiten waren von Anfang an zur Beruhigung der aufgebrachten Öffentlichkeit gedacht und sollten den Vieh- und Fleischhandel so weit wie möglich schonen, kritisiert Petrovic.

"Fischler und Molterer müssen sich endlich auf EU-Ebene für die Abschaffung der Exportsubventionen einsetzen", so Petrovic. Bisher wurden bedauerlicherweise alle diesbezüglichen Anträge der Grünen im österreichischen Parlament von der ÖVP abgelehnt.

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