FORMAT: US-Historiker Michael Steinberg: "Boykott der Salzburger Festspiele ist nicht sinnvoll."

Hofmannsthal-Biograph kritisiert Boykottaufruf in "Le Monde".

Wien (OTS) - Im neuen FORMAT bezeichnet der US-Historiker, Hofmannsthal-Biograph und "New York Times"-Autor Michael Steinberg einen Künstler-Boykott der Festspiele, wie ihn jüngst die französische Tageszeitung "Le Monde" forderte, als "unsinnig": "Ich bin zwar überzeugt davon, daß Toscaninis seinerzeitiger Bayreuth- und Salzburg-Boykott wichtig und eine hervorragende Entscheidung war. Und ich selbst schrieb 1986, gleich nachdem Waldheim zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt worden war, einen offene Brief an James Levine, in dem ich ihn aufforderte, als Hommage an Toscanini die Salzburger Festspiele zu boykottieren. Wären die Salzburger Festspiele 2000 die gleichen wie 1986, ich würde heute wieder für einen Boykott plädieren. Aber das Festival hat sich in der Ära Gerard Mortier deutlich verändert. So wird Mortier heuer im August Diskussionsforen organisieren, wo die politische Krise in Österreich ausführlich thematisiert wird. Solange die Festspiele derlei vernünftige Initiativen setzen, halte ich einen Boykott des Festivals für wenig bis gar nicht sinnvoll."

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