"profil": Köck: "Es war ein Fehler"

Ex-LiF-Chef Köckkritisiert Fehlen einer "eindeutigen Vision" im LiF - "immer Personenkomitee gewesen"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" nimmt der ehemalige Bundessprecher des Liberalen Forums, Christian Köck, erstmals ausführlich zu seinem Rücktritt Stellung. Köck: "Das Experiment einer Teilzeit-Parteiführung ist gescheitert. Ich habe stets gesagt, dass ich nur 16 Stunden wöchentlich für die Partei aufwenden kann. Die Partei braucht aber 60 Stunden."

Schon bei seinem Antritt als Bundessprechervor vier Monaten sei er skeptisch gewesen. Köck: "Es war mir schon im Februar bei meiner Wahl klar, dass das eine suboptimale Lösung ist. Aber in dieser Situation musste ich die Aufgabe übernehmen, damit es die Partei nicht zerreißt. Es war ein Fehler."

Als weiteren Rücktrittsgrund führt Köck gegenüber "profil" die Verhältnisse im LIF an. Köck: "Ich wusste nicht, in welchem organisatorischen Zustand die Partei ist. Außerdem hat die Partei bis heute keine eindeutige Vision dessen entwickelt, was Liberalismus ist. Die Partei hat den Konstruktionsfehler, dass sie immer ein Personenkomitee ohne Strukturen gewesen ist."

Zur Zukunft der Liberalen sagt Köck gegenüber "profil": "Die Partei braucht eine neue Identität. Die Marke, wie sie war, ist nicht anschlussfähig. Dieses Experiment ist gescheitert. Für die Liberalen als Partei kommt es jetzt darauf an, dass sie die Transformation vom Personenkomitee zu einer Bewegung mit Breite schaffen."

Köck selbst will dem Liberalen Forum in Zukunft als "einfaches Parteimitgliedes" erhalten bleiben.

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