Multiplikation von Gründerinnen-Know-How

Salzburger Initiative "Frau & Arbeit" seit vier Jahren erfolgreiche Partnerin in europäischen Gründerinnen-Projekten

Salzburg (OTS) - Eine verstärkte Zusammenarbeit und Vernetzung planen die Vertreterinnen der österreichischen Gründerinnen-Projekte und -Zentren. Anlässlich der 3. Multiply-Now-Tagung diskutieren Referentinnen aus dem In- und Ausland heute in Salzburg darüber, wie Erfahrungen aus der Arbeit mit Gründerinnen und Unternehmerinnen multipliziert werden können. Veranstalterin ist die Salzburger Initiative "Frau & Arbeit", die seit dem EU-Beitritt Österreichs erfolgreich an europäischen Gründerinnen-Projekten teilnimmt. Knapp 400 Frauen wurden in Einzelberatungen, Coachings und Workshops fit für den Weg in die Selbständigkeit gemacht.

"Aus frauenpolitischer Sicht sind alle Maßnahmen wichtig, die Frauen den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen. Die Selbständigkeit ist für viele Frauen eine interessante Alternative", so Romana Rotschopf, Frauenbeauftrage des Landes Salzburg. Rotschopf hatte - mit Unterstützung des damaligen Ressortchefs Gerhard Buchleitner - rechtzeitig zum EU-Beitritt Österreichs erkannt, dass internationale Gründerinnen-Projekte nach Salzburg zu bringen sind. Und fand in der Initiative "Frau & Arbeit" die geeignete Institution. Gestartet wurde 1996 mit dem Existenzgründerinnen-Projekt "Berta -Frauen unternehmen was". Das aktuelle Projekt "Frauen im Business" hat neben den Gründerinnen auch (Jung-) Unternehmerinnen als Zielgruppe.

Überdurchschnittlich hohe Erfolgsquote

"1996 waren wir im Land Salzburg die ersten, die die Existenzgründung von Frauen thematisiert haben", so Daniela Diethör, Geschäftsführerin der Initiative "Frau & Arbeit". "Heute wissen wir sehr genau, was unsere Kundinnen wünschen und wie eine erfolgreiche Begleitung aussieht." Faktum ist, dass Frauen anders gründen als Männer: sie investieren weniger Kapital, haben als Hauptverantwortliche für Familie und Kinder andere Rahmenbedingungen und sind wesentlich risikobewusster. Zudem gibt es viele Nebenerwerbsgründungen. Als Bestätigung ihrer Arbeit sieht Diethör die Ergebnisse einer aktuellen Kundinnen-Befragung: "Mit einer Drop-Out-Quote von 11,8 Prozent liegen wir weiter unter dem österreichischen und europäischen Durchschnitt". Laut einer Statistik der Wirtschaftskammer müssen in Österreich etwa 30 Prozent und europaweit ca. 40 Prozent der Betriebe wieder schließen.

Multiply Now: Vernetzung auf allen Ebenen

"Wer alleine arbeitet addiert. Wer gemeinsam arbeitet multipliziert." Dieser Leitsatz ist Motto der 3. Multiply-Now-Tagung. Das EU-Projekt "Multiply Now" hat sich zum Ziel gesetzt, die Erfahrungen aus der Arbeit mit Gründerinnen und Unternehmerinnen zu verbreiten. Neben der österreichischen Projektpartnerin Initiative "Frau & Arbeit" sind Einrichtungen aus Deutschland, Finnland, Portugal und Italien beteiligt. Mit Polen ist ein Nicht-EU-Land involviert, das sich gerade auf den Beitritt zur Gemeinschaft vorbereitet. "Für unsere polnischen Partner ist Mulitply Now eine einmalige Gelegenheit, vom Wissen der Anderen zu profitieren", so Ines Gröbe, Multiply-Now-Projektleiterin aus Leipzig.

Ebenfalls vom Wissen der Anderen profitieren wollen künftig die einzelnen Gründerinnen-Projekte und -Zentren in Österreich. Wie kann eine Kooperation aussehen? Welche Synergien sind möglich? Antworten auf diese Fragen sollen bei einer Podiumsdiskussion gefunden werden.

Auch auf Ebene der Gründerinnen ist Zusammenarbeit und Vernetzung ein zentrales Thema. "Frauen haben eine große Kooperationsfähigkeit", weiß Patricia von Papstein, Dienstleistungsentwicklerin aus Bayern und Trainerin bei "Frauen im Business". Sie hat sechs Jungunternehmerinnen bei der Entwicklung eines gemeinsamen Dienstleistungspaketes betreut. Die Ergebnispräsentation in Form eines Planspiels verspricht einer der Höhepunkte der Multiply-Now-Tagung zu werden. "Kunden wollen Komplettlösungen. Dies zu erkennen und passende Packages am Markt anzubieten, ist eine große Chance für selbständige Frauen."

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Rückfragen & Kontakt:

Mag. Daniela Diethör,
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Tel. 0662/880723, Fax 880723-15,
E-mail: frau-und-arbeit@salzburg.co.at

Dr. Isabella Klien,
Klien Public Relations,
Tel. 0662/438709, Fax 438709-4,
E-mail: klienpr@salzburg.co.at

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