Neue Studie zur Unfruchtbarkeitsbehandlung

Kopenhagen, Dänemark (ots-PRNewswire) - Eine neue
wissenschaftliche Studie weist nach, daß sich traditionelle Produkte bei der Behandlung der Unfruchtbarkeit von Frauen als besser erwiesen haben, als die in den letzten Jahren durchgeführten Behandlungen mit synthetischen Produkten, die ein einziges Hormon enthalten.

Eine neue wissenschaftliche Studie zeigt, daß die in den letzten Jahren bei der Behandlung der Unfruchtbarkeit von Frauen angewendeten Methoden weniger erfolgreich sind, als die traditionellen Methoden. Die Ergebnisse der Studie wurden in dieser Woche anläßlich eines internationalen Kongresses in Bologna, Italien, präsentiert.

Die Schlußfolgerungen stützten sich auf einen größeren dänischen prospektiven randomisierten Versuch, der 370 Frauen umfaßt. Die Frauen wurden in Gruppen eingeteilt, die mit dem traditionellen Produkt Menogon(r) oder mit dem synthetischen Produkt GonalF(r) behandelt wurden. Die Ergebnisse (vgl. beiliegendes Faktenblatt) zeigten, daß 28 Prozent der mit dem synthetischen Produkt behandelten Frauen schwanger wurde, während sich die entsprechende Zahl für das natürliche Produkt auf 44 Prozent belief.

Menogon(r) und ähnliche, seit vielen Jahren verwendete Produkte werden aus dem Urin von post-menopausalen Frauen extrahiert und enthalten die Hormone FSH, LH und HCG. Die übrigen auf dem Markt erhältlichen Produkte enthalten lediglich das Hormon FSH.

Nach Lars Westergaard, MD, PhD (Fertility Clinic am Odense University Hospital), der die Studie leitete, ist es exakt das Auftreten von LH-Aktivität in natürlichen Mengen, das den Unterschied ausmacht.

"Die Frauen mit der niedrigsten Konzentration von LH und HCG im Blut waren auch diejenigen, die die geringsten Chancen hatten, Kinder zu bekommen," erläutert Lars Westergaard.

"Im Ergebnis sind wir nun zur traditionellen Behandlung zurückgekehrt, die den natürlichen Anteil an beiden Hormonen beinhaltet. Im Licht der erzielten Resultate meinen wir, daß es falsch wäre, anders zu verfahren," hebt er hervor.

Die Ergebnisse der Studie von Lars Westergaard wurden in dieser Woche auf einem internationalen medizinischen Kongreß in Bologna, Italien, präsentiert.

Faktenblatt

Zur Behandlung von Unfruchtbarkeit

Eine weithin akzeptierte Definition der Unfruchtbarkeit ist "das Ausbleiben einer Empfängnis nach regelmäßigem ungeschützten Verkehr". Das Zeitintervall, das verstreichen muß, bevor ein Paar als unfruchtbar angesehen wird, schwankt in Abhängigkeit von den definierenden Institutionen - die World Health Organisation (WHO) empfiehlt ein 2-Jahres-Limit, während in vielen einschlägigen Veröffentlichungen ein
1-Jahres-Limit verwendet wird.

Die WHO ist der Ansicht, daß es weltweit zwischen 60 Millionen und 80 Millionen unfruchtbare Paare gibt. Weibliche Unfruchtbarkeit wird heute hauptsächlich durch Ovarstimulation mit Produkten behandelt, die FSH enthalten (ein follikelstimulierendes Hormon), während noch vor einigen Jahren die Behandlung hauptsächlich mit einer Kombination von FSH und LH (einem luteinisierenden Hormon) durchgeführt wurde.

Dr. med. Lars G. Westergaard, Fertility Clinic, Dept. of Obstetrics and Gynaecology, Odense University Hospital, Dänemark, veröffentlichte vor kurzem eine Studie in der Fachzeitschrift "Human Reproduction", die von der European Society of Human Reproduction and Embryology herausgegeben wird.

Die Studie bewertete die Wirkung von supprimierten Konzentrationen des Hormons LH (luteinisierendes Hormon) auf Frauen, die nur mit FSH (follikelstimulierendes Hormon) behandelt wurden. Es wurde der Schluss gezogen, daß ein wesentlicher Anteil der Frauen mit einer LH-freien Behandlung geringere Chancen habt, ein Baby zu bekommen. Dieser Umstand sei hauptsächlich auf das erhöhte Risiko eine frühen Fehlgeburt zurückzuführen.

Zur weiteren Untermauerung dieser Behauptung präsentierte Dr. Lars Westergaard eine Studie auf dem Kongreß der European Society of Human Reproduction (ESHRE) in Bologna. Diese Studie vergleicht die Ergebnisse der Unfruchtbarkeitsbehandlung von 379 Frauen, bei denen entweder FSH allein (GonalF(r) von Serono) oder in Kombination mit gleichen Anteilen von FSH und LH (Menogon(r) von Ferring) eingesetzt wurde.

Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Unterschied in Bezug auf die Schwangerschaftsanteile zwischen den beiden Gruppen. 44 Prozent der mit Menogon(r) behandelten Patientinnen wurde schwanger; demgegenüber stehen 28 Prozent der mit GonalF(r) behandelten Patientinnen.

Sowohl FSH als auch LH stimulieren die Reifung des Follikel und der Oozyte im Ovarium. FSH wirkt direkt auf die Granulosazelle, in der Östrogen produziert wird. LH wirkt auf die Thekazelle, aber in gewissem Maße auch auf die Granulosazelle, wodurch die Produktion von Östrogen unterstützt wird. Östrogen ist ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Schwangerschaft.

Die Ergebnisse von Lars Westergaard zeigen, daß die duale Stimulierung mit FSH und LH im Kontrast zu einer alleinigen Behandlung mit FSH zu einer signifikanten Erhöhung der Schwangerschaftsrate führt.

ots Originaltext: Ferring Pharmaceutical
Internet: http://recherche.newsaktuell.de

Rückfragen bitte an:
MD, PHD Lars Westergaard unter Tel. +45 39 40 70 00

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