ESSO Austria CTmbH 1999

Weiterhin angespannte Situation

Wien (OTS) - Die dramatischen Rohölpreissteigerungen sowie die politischen Eingriffe in die Benzinpreisgestaltung führten bei der ESSO Austria GmbH zu einer nachhaltigen Verschlechterung des Betriebsergebnisses und des Bilanzgewinnes.

Diu ESSO Austria GmbH erwirtschaftete in 1999 einen Jahresüberschuss von 44 Mill. Schilling. Nach Rücklagenauflösung betrug der Bilanzgewinn 51,9 Mill. Schilling. Das sind rund 64 Mill. Schilling weniger als im Jahr zuvor. Der Jahresüberschuß setzt sich zusammen aus dem Finanzergebnis von 67,5 Mill. Schilling abzüglich Körperschaftssteueraufwand von 10,8 Mill. Schilling sowie einem negativen Betriebserfblg von 12,7 Mill. Schilling. Der Betriebserfolg aus dem Mineralölgeschaft hatte im letzten Jahr noch 9 Millionen Schilling betragen.

Die um die Mineralölsteuer von 3.055,0 Mill. Schilling verminderten Umsatzerlöse beliefen sich auf 3.970,7 Mill. Schilling.

Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen war es für die ESSO Austria wichtig, die organisatorischen Umstrukturierungen abzuschließen, die zu entsprechenden Kosteneinsparungen und damit zu einer Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit führen sollen.

Eines der größten Projekte war die Entwicklung eines einheitlichen EDV-Projektes, für das die Organisationseinheit ESSO Central Europe für die Ersteinführung vorgesehen war. Dieses konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich beendet werden. Zusammen mit den Schwestergesellschaften in Deutschland und in der Schweiz wurde ein auf die speziellen Bedürfnisse einer EXXON-Gesellschaft angepaßte Version des Systems SAP R/3 installiert. Bis auf ganz wenige Ausnahmen wurden durch dieses System alle bisher auf verschiedenen Plattformen genutzen EDV-Anwendungen abgelöst.

Der Konzern erwartet durch diese Standardisierungen signifikante Kostensenkungen in den Bereichen Anwendungsentwicklung, Hard- und Software-Support aber auch insbesondere im Bereich der allgemeinen Vertriebskosten.

Am Tankstellensektor wurde das Tankstellennetz um 9 % verringert und lag mit dieser Schließungsrate deutlich über dem Wettbewerb. Trotz dieser hohen Disinvestments konnte der Gesamtabsatz im Tankstellenvertrieb erhöht werden.

Ein erfreuliches Ergebnis ergab sich im Folgemarktgeschäft in unseren Shops aufgrund der anhaltenden Aufwärtstrends. Durch die Ausweitung des Shopgeschäftes können generell ein Teil der Kosten des Tankstellenbereiches aufgefangen und so die Benzinpreise unmittelbar entlastet werden.

Die Organtochter ÖFWG konnte das erwartete Ergebnis sowohl ertragsmäßig wie auch umsatzmäßig nicht erreichen, was auf die klimatischen Verhältnisse des letzten Jahres zurückzuführen ist. War doch 1999 das wärmste Jahr seit Beginn der 130 Jahre dauernden Wetteraufzeichnungen. So wurde verstärktes Augenmerk auf die Erhaltung des bestehenden Geschäftes sowie auf den Abschluß zusätzlicher Wärmelieferverträge gelegt.

Aufgrund des anhaltend stagnierenden Marktes sowie der weiterhin geführten Diskussionen rund um die Preisgestaltung der Mineralölindustrie, erwartet ESSO Austria auch für das Jahr 2000 keine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

ESSO Austria GmbH,
Pressestelle Dr. Franz Hartmann
Tel.: 01/501 40/269

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS