Wiener Gemeinderat (4)

Rechnungsabschluss 1999 - Jugend, Soziales, Information und Sport

Wien, (OTS) Als erste Rednerin bei der Debatte über die Geschäftsgruppe Jugend, Soziales, Information und Sport
bezeichnete GR Mag. Alexandra Bolena (LIF) die Schaffung der MA
11A als einen vernünftigen Schritt, Kritik übte sie daran, dass ein Mann der Chef wurde. Dass ein Sozialarbeiter Chef des Sozialamtes geworden ist, fand die Rednerin gut. Die Förderung für soziale Einrichtungen sei rückläufig. Am Beispiel des Vereins Wiener Sozialprojekte, für den eine gute Förderungslösung gefunden wurde, sollten auch für alle anderen Vereine Lösungen gefunden werden. Bolena unterstrich diese Forderung mit einem Antrag und beantragte weiters die Qualitätssicherung im Sozialbereich.

GR Susanne Jerusalem (G) forderte die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre und stellte einen entsprechenden Antrag. Jugendliche müssten mitdenken, mitwirken, mitgestalten und damit auch mitentscheiden können. Kritik übte sie an der SPÖ, die dies in Wien zwar in Diskussionen befürworte, bei Abstimmungen aber dagegen sei. Die Umsetzung der Interessen der Kinder in Wien sei mangelhaft, Spielplätze und Freiräume seien schlecht gestaltet. Insgesamt forderte sie mehr Lebensqualität für Kinder in der Stadt. Im Zusammenhang mit der Schuldirektorenbestellung wünschte sich die Rednerin mehr Transparenz, Objektivierung und Mitbestimmung.

Die Mehrausgaben im Ressortbudget (25,4 Milliarden
ausgegeben, 23,3 Milliarden budgetiert) seien vor allem auf Investitionen im Schulbereich und im Sportbereich zurückzuführen, erklärte GR Prof. Walter Strobl (ÖVP). Die Arbeitslosenrate in Wien liege mit 3,3 Prozent sehr gut, im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit würden sich erste Erfolge zeigen. Der
Redner lobte auch das System der Lehrlingsausbildung, es gebe allerdings zu wenig Ausbildungsplätze in Wien. Hier schlug er eine Lehrstellenakquisition vor. Bessere politische Bildung für die Jugend sei zielführender als eine Absenkung des Wahlalters. Erfolgreich umgesetzt werde auch der Schulsanierungsplan. Die neu geschaffene Stadtmarketing-Gesellschaft sollte nach Meinung des Redners autonomer agieren. (Forts.) js/rr

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