Fraktionen legen klares Bekenntnis zur Pflichtmitgliedschaft ab

Gemeinsames Auftreten als starke Interessenvertretung wichtiger denn je

Wien (PWK) - Ein klares Bekenntnis zur Pflichtmitgliedschaft
legten heute alle drei Fraktionen des Kammertages sowie die Industrie ab. "Wir finden den gleichen Zugang wenn es darum geht, die Kammer so zu reformieren, dass das einzelne Mitglied der Meinung ist, gäbe es diese Kammer nicht, dann müsste man sie erfinden", begründete Max Hofmann, Bundesobmann des Ringes freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW), die Zustimmung seiner Fraktion, das Thema Pflichtmitgliedschaft für die nächsten fünf Jahre außer Streit zustellen. Der RFW wolle seinen Beitrag dazu leisten, dass die Wirtschaftskammer durch notwendige Reformen zu einer starken Interessenvertretung wird, die den Erwartungen der Mitglieder entspricht. Dabei müsse man sich vor allem auf mehr Transparenz und neue Kostenstrukturen konzentrieren.

Für René Alfons Haiden, Präsident des Freien Wirtschaftsverbandes (FWV), ist die Reform der Wirtschaftskammer nichts neues, sondern ein permanenter Prozess, der von Leitl-Vorgänger Leo Maderthaner sehr erfolgreich eingeleitet wurde. Die großen Herausforderungen wie die EU-Erweiterung mit ihren enormen Chancen oder die Globalisierung könnten nur gemeinsam und mit der Pflichtmitgliedschaft bewältigt werden. Ziel müsse es sein es, die Effizienz der Kammer zu erhöhen. Haiden wies darauf hin, dass gerade für kleine und mittlere Betriebe, die fast 99% aller Betriebe in Europa ausmachen, eine umfassende Hilfestellung durch die WKÖ entscheidend für den unternehmerischen Erfolg ist. Vor allem in den Bereichen Betriebsnachfolge, Frau in der Wirtschaft und Euro-Umstellung sei die Wirtschaftskammer in Zukunft gefordert. Haiden erneuerte die Bereitschaft des FWV, an allen Reformen mitzuwirken, die Sozialpartnerschaft zu stärken und letztlich die Position der österreichischen Wirtschaft in Europa und in der Welt zu verbessern.

Werner Tessmar-Pfohl, neugewählter Obmann der Bundessektion Industrie, wies darauf hin, dass die Unternehmer letztlich eine Minderheit in der Gesellschaft sind. Um so wichtiger sei es, zuerst intern heftig zu diskutieren, dann aber nach außen geschlossen aufzutreten. Deshalb sei die Industrie an einer effizienten und schlagkräftigen Wirtschaftskammer basierend auf der Pflichtmitgliedschaft interessiert. Die Reformen, die von der Industrie, seit geraumer Zeit gefordert werden, müssten nun zügig angegangen werden. Notwendig sei vor allem eine neue strategische Ausrichtung, eine klare Positionierung und die Bündelung aller Kräfte. Stärker als bisher müsse sich die Wirtschaftskammer auch in Brüssel engagieren, wo immerhin 60% aller für die Industrie wichtigen Entscheidungen getroffen werden. (MH)

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