- Stenzel im NEWS-Interview: Skeptisch, was Aufhebung der

Wien (OTS) - EU-Sanktionen betrifft.
- Die Europa-Abgeordnete der ÖVP: "Osterweiterung in Gefahr"
- Kritik an der deutsch-französischen Dominanz: "Starke Belastungen

für die EU."
Utl.: Vorausmeldung zu NEWS 26/00 v. 29.6.2000 =

In einem Interview in der morgen erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS äußert sich die Europa-Abgeordnete der ÖVP, Ursula Stenzel, pessismistisch, was die Aufhebung der EU-Sanktionen für Österreich betrifft. Stenzel: "Ich bin skeptisch, weil man mir sagte, Frankreichs Präsident Chirac würde sich nicht bewegen. Wenn nicht England, Spanien plus die kleinen EU-Länder ein Gegengewicht zu Frankreich und Deutschland bilden, sehe ich keine Möglichkeit. Entscheidend ist, ob Chirac nachgibt. Wenn nicht, läuft die EU auf eine deutsch-französische Dominanz hinaus. Das setzt die EU einer starken Belastung aus."

Was, so Stenzel, schwerwiegende Konsequenzen für die EU mit sich brächte: "Denn dann sehe ich die Regierungskonferenz in Nizza, die innere EU-Reform, zumindest einmal gefährdet. Und dann stünde das EU-Signal der Erweiterungs-Ampel sicherlich auf Rot."

Stenzel sieht die Gefahr, das sanktionsbehaftete und mit einer Veto-Politik drohende Österreich könnte von den Großen als Ausrede dafür missbraucht werden, die Osterweiterung zu verzögern Stenzel:
"Das ist eine der Fallen, die der österreichischen Politik aufgestellt sind. So ein Szenario ist vorstellbar." Österreich müsse sich daher bei einer Veto-Politik "Partner suchen". Stenzel: "Auch andere haben Angst vor einem deutsch-französischen Direktorium. Die Drohung einer Veto-Politik seitens Österreichs sollte zwar im Raum stehen bleiben, wir sollten aber keinesfalls allein Veto einlegen."

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