Aktionskünstler Schlingensief will EU-Boykott verschärfen. - In Brief an Regierungschefs fordert er "verstärkte Sanktionen". Vorausmeldung zu NEWS 26/00 v. 29.6.2000

Wien (OTS) - Nach dem Ende seines Container-Happenings vor der Wiener Oper startet der deutsche Provokationskünstler Christof Schlingensief nun eine neue Aktion. In einem Rundschreiben, das an alle 14 EU-Regierungschefs gerichtet ist, fordert der 39Jährige Europa auf, die Boykott-Maßnahmen gegen Österreich weiter aufrecht zu erhalten. In einem Interview mit NEWS bestätigt Schlingensief seine Absichten: "Ich werde in dem Brief fordern, dass die Sanktionen gegen die österreichische Regierung - wohlgemerkt nicht gegen die Bevölkerung - bestehen bleiben, wenn nicht sogar verstärkt werden müssen."

Gegenüber NEWS erklärt Schlingensief auch, dass "die Koalition mit allen Mitteln gekillt werden muß". Er gibt sich vor allem entsetzt darüber, dass "Justizminister Böhmdorfer die Presseorgane persönlich angerufen hat, um eine FPÖ-Klage gegen mich anzukündigen". Das zeige, so der Künstler, "welche Kräfte in Österreich walten".

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