Wiedner Bezirksvorsteherin Emmerling gegen Garage unter der Bundeswirtschaftskammer

Wien (ÖVP-Klub) Aus aktuellem Anlass nahm die Wiedner Bezirksvorsteherin Susanne Emmerling heute zur geplanten Tiefgarage unter dem Areal der Bundeswirtschaftskammer Stellung. Anlass dafür war, dass kürzlich auf Ersuchen des Betreibers eine gewerberechtliche Verhandlung über die Garage stattgefunden hat. "Eine Garage mit mehr als 400 Stellplätren im dichtbewohnten Gebiet würde zu einer beträchtlichen Umweltbelastung führen" so Emmerling. "***

Aus anderen Bezirken wissen wir, dass die Anrainer nicht in grossem Ausmass von solchen Angeboten Gebrauch machen und die Plätze daher eher von Tagespendler genutzt werden, was zu einer Verkehrsvermehrung in ruhigen Wohngebieten führt. Für Geschäftskunden stehen seit Einführung des Parkpickerls tagsüber ohnedies Parkplätze zur Verfügung, zumal die Wiedner Hauptstrasse auch für Parkpickerlbesitzer als Kurzparkzone gilt." Sie werde sich, so die Wiedner Bezirksvorsteherin, daher in ihrer Stellungnahme gegen das Projekt aussprechen.

Scharf kritisierte Emmerling in diesem Zusammenhang die populistische und völlig unsachliche Politik der Grünen, die offenbar keine politischen Taschenspielertricks scheuen, um daraus politisches Kapital zu schlagen. So stellen die Wiedner Grünen in der Bezirksvertretungs-Sitzung am kommenden Donnerstag den Antrag, die Wiedner Bezirksvertretung möge sich gegen den Garagenbau unter der Wirtschaftskammer aussprechen, obwohl ein solcher Antrag im September 1997 ohnedies mit grosser Mehrheit beschlossen worden war und der Bezirk seine Meinung seither nicht geändert hat. "Die Grünen hoffen vergeblich darauf, dass die Wiednerinnen und Wiedner über kein Gedächtnis verfügen" glaubt Bezirksvorsteherin Emmerling. Die Leute sollen wohl auch vergessen, dass die Grünen bei Einführung des Parkpickerls die Wiedner Bürger in Aussendungen aufgefordert haben, Vorschläge für die Gestaltung der vielen freien Verkehrsflächen zu machen, die nach Einführung des Parkpickerls im Bezirk leer stehen würden. Jene Wiedner Autofahrer, die täglich abends nach wie vor auf der Wieden verzweifelt einen Parkplatz suchen, und dafür noch fast S 2000 im Jahr zahlen müssen, können an diese Aktion verkehrspolitischer Kurzsichtigkeit wohl nur mit grimmigem Humor denken.

Wenn sie sich auch zum Schutz der Anrainerinteressen gegen die bei der Bundeskammer geplante Grossgarage ausspreche, müsse sie doch verlangen, dass seitens der Stadt etwas unternommen werde, damit die Autofahrer nicht sinnlos geschröpft werden. Entweder gebe man das Parkpickerl nur um die Gestehungskosten an die Bewohner ab oder man sorge durch entsprechende Massnahmen wie Ausdehnung der Bewirtschaftungszeit, bessere Überwachung usw. dafür, dass die Leute für ihr Geld auch etwas bekommen, erklärte Emmerling abschliessend.***

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