Sicher Leben-Produktsicherheitsdienst: 1.000 Spitalspatienten durch Plateauschuhe

Wien (OTS) - Eigentlich sind Plateauschuhe bereits seit
vorletzter Saison aus der Mode. Für eingeschworene Fans, denen Schuhe nicht hoch genug sein können, gilt aber auch noch diesen Sommer: Je höher, desto besser. Aktuelle Auswertungen des Institutes "Sicher Leben" aufgrund des Unfallerhebungssystemes EHLASS Austria, dem österreichischen Teil des europäischen Unfallerhebungssystemes für Heim-, Sport- und Freizeitunfälle, bringen den Modegag aus den 70ern aus Sicht der Unfallverhütung auf den Punkt: Je höher, desto gefährlicher. Noch im Vorjahr kamen rund 1.000 Plateauschuhträger wegen Stürze oder Verknöcheln aufgrund ihrer "Siebenmeilenstiefel" in die Notaufnahme eines Spitals.

Mit Riesenschritten ins Spital: Rund 330 Knochenbrüche

Ein Drittel (rd. 330) der "Hochstapler" mußte ihre extravagante Fußbekleidung aufgrund eines Knöchel- oder Schienbeinbruches mit einer Fußstütze aus Gips tauschen.

Jedes zweite Unfallopfer zwischen 15 und 25 Jahre Opfer der kleinen Aussichtswarten fürs Fußgelenk sind in der Regel weibliche Teens und Twens im Alter zwischen 15 und 25 Jahren. Immerhin 5 Prozent der in einem Spital behandelten Gestrauchelten und Gefallenen sind Burschen oder Männer mit Hang zu Schuhsohlen, die Weitblick verleihen sollen. Waren Plateauschuhe vor drei Jahren noch Alltagsbekleidung, endet das Tragen der Schuhe für den erweiterten Horizont heute hauptsächlich noch auf Bällen, Clubbings, Partys oder in Discos mit einem Sturz am harten Boden der Realität.

Kisser: Jugendliche unterschätzen Warnungen vor gefährlichen Modetrends

"Wie bei jedem gefährlichen Modetrend stößt man auch bei Plateausohlen gerade bei Jugendlichen mit Warnungen auf taube Ohren. Sie tragen diese Schuhe, um sich abzugrenzen, um anders zu sein. Dieser Schuhtyp hat aber ein deutlich erhöhtes Verletzungsrisiko, auf das mit entsprechenden Warnhinweisen hingewiesen werden soll. Am besten läßt man Plateauschuhe aber dort, wo sie eigentlich herkommen:
Aus der modischen Mottenkiste der 70er-Jahre", sagt Dr. Rupert Kisser, Leiter des Institutes "Sicher Leben".

44.000 Interviews im Dienste der Produktsicherheit

Die Auswertung zu Verletzungen mit Plateausschuhen basiert auf Daten des Unfallerhebungssystemes für Heim-, Sport- und Freizeitunfälle EHLASS. Das Institut "Sicher Leben" erhebt in Kooperation mit dem Gesundheitsministerium und dem Büro für Konsumentenschutz im Justizministerium die österreichischen Daten für dieses europäische Unfallerhebungssystem. Eigens für EHLASS angestellte und geschulte Interviewer sprechen in vier österreichischen Spitälern mit ambulant und stationär behandelten Unfallopfern, die sich im Haushalt, beim Sport oder in der Freizeit verletzt haben. EHLASS ermöglicht so nicht nur, gefährliche Produkte zu erkennen und gegebenenfalls vom Markt abzuziehen, es ist vor allem auch ein System, um Unfallzusammenhänge zu untersuchen und damit Informationen zur laufenden Verbesserung von Produkten zu gewinnen. Derzeit stehen rund 44.000 Interviews zur Verfügung.

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