Kowall: Für eine sozialgerechte, demokratische und angstfreie Schule

Der frischgebackene AHS-Landesschulsprecher Nikolaus Kowall sprach sich heute
für eine soziale, gerechte und angstfreie Schule aus, in der die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt stehen.

Die für die Wahl zur AHS-LandesschülerInnenvertretung (LSV) ausgearbeitete
Themenmappe, so Kowall weiter, soll diesem Rechnung tragen.

Als ersten Schritt fordert der neue Landesschulsprecher die rasche Einführung des Ethikunterrichtes als Alternative zum konfessionellem Religionsunterricht.
Niederösterreich ist eines der wenigen Bundesländer, in dem der Landesschulrat sich beharrlich gegen die Einführung des Schulversuchs Ethikunterricht stellt und in diesem Bereich keinerlei Schulautonomie zuläßt.

Im Sinne einer sozial gerechten Schule fordert Kowall des weiteren die
Wiedereinführung des Gratisschulbuches, sowie der SchülerInnenfreifahrt. Beide
Maßnahmen bringen nur mäßig bis gar keinen finanziellen Gewinn, belasten aber
gleichzeitig die einzelnen Eltern und vermehren unnötigerweise den bürokratischen Aufwand.

Die Bildung aller Jugendlichen ist eine Investition in die Zukunft und sollte deshalb auch die notwendigen finanziellen Mitteln von Seiten des Gesetzgebers bereitgestellt bekommen.

Ein weiterer Punkt sei eine verstärkte und gezielte politische Bildung in den Schulen. Der Geschichtsunterricht, der oftmals nach dem ersten, spätestens nach dem zweiten Weltkrieg ein abruptes Ende findet, muß auch die Zeitgeschichte beinhalten. Ein eigenes Fach für politische Bildung ohne Benotung, um das politische Bewußtsein zu fördern, ist eine der zentralen Forderungen unseres Themenpapiers.

Parallel dazu spricht sich Kowall für die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre aus. Wir Jugendlichen haben in diesem Alter durchaus für unser weiteres Leben
weitreichende Entscheidungen zu treffen. Wer uns diese Entscheidungen zubilligt,
darf uns das Mindestmaß an demokratischer Partizipation nicht verweigern.

Abschließend merkte Kowall an, daß es nicht nur um eine Veränderung des
Schulwesens, sondern auch um eine Veränderung der LSV gehen muß, zu dem er in
den nächsten Tagen Stellung nehmen wird.
(schluss)

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