Höger: Klares Zeichen für soziale Gerechtigkeit setzen

Aktionstag des ÖGB-NÖ warnt vor Zerschlagen der sozialen Symmetrie

Wien (ÖGB-NÖ). Die schwarz-blaue Bundesregierung hat sich aus ihrer Verantwortung für die Beschäftigten des Landes verabschiedet und betreibt offen eine Politik für die Reichen und Unternehmer, die mit jenen Milliarden "beschenkt" werden sollen, die man den Arbeitnehmern wegnehmen will. Die Reichen sollen reicher und die Armen ärmer gemacht werden. Der österreichweite Aktionstag des ÖGB unter dem Motto "Gemeinsam für soziale Gerechtigkeit kämpfen", an dem sich der ÖGB-NÖ mit über 100 Aktionen im ganz Niederösterreich beteiligt, ist eine deutliche Warnung vor dem Zerschlagen der sozialen Symmetrie und ein klares Zeichen für soziale Gerechtigkeit. Der ÖGB-NÖ nimmt seine Verantwortung für die Beschäftigten wahr, stellte Mittwoch der Landesvorsitzende des ÖGB-NÖ, Ernst Höger, klar. "Die Gewerkschaften haben in den letzten Jahrzehnten bewiesen, dass sie verantwortungsbewusst und kooperativ die Interessen der ArbeitnehmerInnen vertreten. Kampfmaßnahmen und Streiks sind die schärfste und letzte Waffe der Arbeitnehmer, noch besteht aber die Hoffnung, dass die Bundesregierung den Aktionstag als Warnung begreift", so Höger.

Dem ÖGB-NÖ mit weit mehr als einer Viertelmillion Mitgliedern geht es nicht darum, einfach Muskeln zu zeigen, sondern ein klares Zeichen im Namen der und gemeinsam mit den ArbeitnehmerInnen zu setzen, dass die Zerschlagung der sozialen Sicherheit und damit die Gefährdung des inneren Friedens nicht hingenommen wird, betonte der ÖGB-NÖ-Landesvorsitzende. "Gerade in Zeiten, in denen die Bundesregierung jedes Augenmaß verloren hat und glaubt, mit Sozialdemontage und einer noch nie dagewesenen Umverteilung von Arm zu Reich die Zukunft bewältigen zu können, ist es an den Gewerkschaften, mit Umsicht aber dennoch aller Klarheit und Stärke, die Verantwortung für das Land wahrzunehmen und dafür Sorge zu tragen, das Österreich eine wirkliche Heimat der arbeitenden Menschen bleibt", hob Höger hervor.

15 Milliarden Belastungen und Pensionskürzungen im Ausmaß weiterer 25 Milliarden stehen Milliardengeschenke für Unternehmen, Großbauern und Selbständige gegenüber. "Wir wollen und werden zeigen, dass es auch anders geht. Und mit den jeweils gebotenen Maßnahmen gemeinsam mit den Beschäftigten für soziale Gerechtigkeit kämpfen - und damit gegen all jene, die dieser Gerechtigkeit im Wege stehen", schloss Höger.

ÖGB, 28. Juni 2000
Nr. 556

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