Onodi/Rupp: Mariazellerbahn muss gerettet werden

Sozialdemokraten stellen Anfrage an Landesverkehrsreferenten LH Erwin Pröll über Konzepte und Verhandlungsstand zur Mariazellerbahn

St. Pölten, (SPI) - Seit Wochen beunruhigen Meldungen in den Medien über eine angeblich geplante Einstellung der Mariazeller Schmalspurbahn. Diese schönste Schmalspurbahn ins Alpenland ist nicht nur eine touristische Attraktion an sich, sondern stellt auch eine wesentliche Verbindungsstrecke für die Bewohner entlang der Eisenbahnstrecke, Touristen, Ausflügler und Wallfahrer dar. Die Berichte über eine Einstellung stimmen umso mehr bedenklich, als eine im Auftrag der Österreichischen Bundesbahnen durchgeführte INFORA-Studie zu der Feststellung gelangt, dass die Mariazellerbahn lebensfähig ist", äußern die beiden St. Pöltner SP-Landtagsabgeordneten Landtagspräsidentin Heidemaria Onodi und Bgm. LAbg. Anton Rupp tiefe Sorge über die Entwicklung.****

Um die Öffentlichkeit umfassend zu informieren und die vielen regionalen und auf Landesebene gestarteten Rettungsbemühungen bestmöglichst zu unterstützen und koordinieren zu können, haben die beiden Mandatare gestern eine Anfrage an NÖ Landesverkehrsreferent LH Dr. Erwin Pröll eingebracht. Sie möchten wissen, ob sich das Land Niederösterreich in Verhandlungen mit den Österreichischen Bundesbahnen mit dem Ziel, den Fortbestand der Mariazellerbahn zu sichern, befindet. Weiters soll der Öffentlichkeit Auskunft über die vorliegenden Verhandlungsergebnisse, über die Zielsetzung des Landes bei eventuellen Beteiligungskonstruktionen sowie den dafür notwendigen Mitteleinsatz gegeben werden.

Bedenklich ist für beide Abgeordnete jedenfalls die Diskussion betreffend eines völligen Ausscheidens der Österreichischen Bundesbahnen aus dem Betrieb der Mariazellerbahn. "Die Mariazellerbahn muss im Eigentum der ÖBB bleiben. Nur damit ist ihr Weiterbestand gesichert. Eine ‚Auslagerung‘ bzw. ein Verkauf an private Interessenten bzw. Vereine ohne entsprechende Beteiligung der ÖBB birgt die Gefahr einer kompletten Schließung in sich. Wenn sich die Republik bzw. ein Bundesland aus der Verantwortung für den öffentlichen Verkehr verabschiedet, so ist es nur eine Frage der Zeit, bis private Bahnbetreiber sich um öffentliche Förderungsmittel anstellen. Werden diese dann nicht gewährt, so wird die Bahn einfach geschlossen. Diese unsichere Situation für die Gemeinden und die Bevölkerung muss vermieden werden", so LAbg. Onodi und Rupp. (Schluss) fa

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