KfV appelliert an die Vernunft der Autofahrer: reisen statt rasen

16 Tote - neun davon starben allein am verlängerten Wochenende auf Österreichs Straßen: Hauptunfallursache war wieder überhöhte Geschwindigkeit

Wien (OTS) - Reisezeit ist Unfallzeit - die Unfallzahlen vom vergangenen Wochenende sprechen für sich: Insgesamt kamen 16 Menschen in der Vorwoche (19. - 25. Juni 2000) auf Österreichs Straßen ums Leben. Hauptunfallursache: nicht angepaßte Geschwindigkeit. Mehr als 40 Verletzte forderte alleine das tragische Busunglück auf der Südautobahn Samstag früh. Neun Menschen starben am Fronleichnamswochenende im Straßenverkehr. Staus und Hitze lieferten einen Vorgeschmack darauf, was sich auf Österreichs Straßen am kommenden Wochenende, wenn in Ostösterreich und Norddeutschland die Ferien beginnen, abspielen wird.

Zur Hauptreisezeit, Juni bis September, ereigneten sich auf Österreichs Straßen alleine im Vorjahr 17.114 Unfälle mit Personenschaden, 428 Menschen wurden dabei getötet, 21.960 verletzt. Insgesamt fallen 40% aller Autobahn-Unfälle in diesen Zeitraum. Hauptunfallursache ist neben nicht angepaßter Geschwindigkeit und zu geringem Sicherheitsabstand oft auch Übermüdung. Hitze und hohe Verkehrsdichte führen dazu, daß Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit der Fahrzeug-Lenker besonders stark beansprucht oft auch überbeansprucht werden.

"Viele dieser Unfälle könnten vermieden werden, wenn sich Verkehrsteilnehmer zeitgerecht, das heißt im Durchschnitt alle zwei bis drei Stunden, Erholungspausen vom Straßenverkehr gönnen würden. So wie man stehen bleibt, um das Auto zu tanken, müssen auch Boxenstops für den Körper eingelegt werden, um Energie zu tanken und für die bevorstehenden Anforderungen fit zu bleiben", erklärt Dr. Othmar Thann, Hauptgeschäftsführer des Kuratorium für Verkehrssicherheit.

Motivation zur Pause

Um den Anreiz für einen Zwischenstop zu erhöhen, führt das KfV gemeinsam mit dem ARBÖ heuer zum dritten Mal den österreichweiten Raststättenwettbewerb "Goldenes R" durch - nach deutschem Vorbild und unter der Schirmherrschaft des Auto- und Reiseclubs Deutschland (ARCD) sowie des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). Jeder Autofahrer kann dabei mittels Teilnahmekarte seine beliebteste Raststätte wählen. Mit dem "Goldenen R" werden Raststätten-Betreiber für ihren Einsatz rund um Angebot und Service belohnt und zu Verbesserungen motiviert. Gleichzeitig wird damit der Anreiz für Reisende erhöht, regelmäßig Pause in angenehmer Atmosphäre zu machen.

Mitmachen & gewinnen: Stimmkarten und Wahlboxen gibt es seit 1. Juni in jeder teilnehmenden Autobahnraststätte, Teilnahmeschluß ist der 31. Juli. Autofahrer können durch ihre Wettbewerbsteilnahme und ihre Pause nicht nur an Verkehrssicherheit gewinnen, unter den Teilnehmern werden auch Urlaubsreisen verlost.

Die Unfälle der Vorwoche:

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 10 PKW-Insassen (davon 6 Lenker), 1 Lkw-Lenker, 4 Motorrad-Fahrer (davon 4 Lenker) und 1 Fußgänger ihr Leben.

Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (5), Vorrangverletzung (1), Überholen (1), Unachtsamkeit (2), Ablenkung (1), Übermüdung (1) und Zuckerkrankheit (1) festgestellt werden.

Bei 3 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden.

1 Fußgänger kam durch Fremdverschulden ums Leben.

10 der 15 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang waren so genannte "Alleinunfälle".

2 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet.

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