Pröll: Selbstbewusste Regionen sind Kern eines zukünftigen Europas

Windmühlen bauen, um Wind des Wandels zu nützen

St. Pölten (NÖI) - Ein immer größer werdendes Europa braucht als Ausgleich selbstbewusste und starke Regionen, die Bürgernähe und politische Mitbestimmung ermöglichen, erklärte heute Landeshauptmann Dr. Erwinn Pröll anlässlich des 6. Europa-Forum Wachau auf Stift Göttweig zum Thema "Ein Europa des Friedens und der Sicherheit". Gerade die Regionen seien Katalysator zwischen globaler Verantwortung und bürgernaher Politik. Auf dem Weg zu Frieden und Harmonie zwischen den Staaten brauche man gleichwertige Partner und gegenseitige Achtung.

Europa laufe Gefahr, dass sich ein Egoismus und Separatismus entwickle, der "mit Ausgrenzung beginnt" und zur "Dominanz der Großen gegenüber den Kleinen" führe. "Das führ jenen Gründergedanken ad absurdum, der vor 50 Jahren Pate für die Europäische Entwicklung war", so Pröll. Zwar könne man Regeln gegen Zentrifugalkräfte festlegen, aber "Harmonie und Miteinander kann man nicht verordnen". Dafür brauche man Vertrauen und Harmonie. Dieses Vertrauen und diese Harmonie muss wachsen. Wer das missbraucht, schadet der Europäischen Union.

Zur Rolle der Regionen in der Europäischen Union sei laut Pröll die Bürgernähe und das Heimatgefühl von besonderer Bedeutung. "Die Erfahrung des großen und weiten erfordert einen Ausgleich in einer überschaubaren Einheit. So kann die Europäische Union nur dann bestehen, wenn sie von den Menschen akzeptiert und mitgestaltet wird."

Gerade Niederösterreich sei ein Musterbeispiel dafür, was eine Region für Europa leisten kann. "Wir bauen an einem attraktiven Standort, der wirtschaftlich effizient, ökologisch intakt, sozial kompetent und international solidarisch ist. Mit einer aktiven Landesaußenpolitik führt Niederösterreich schon heute künftige Partner von morgen zusammen. Wir kämpfen nicht nur gegen die Globalisierungsfalle, sondern auch gegen die Mentalitätsfalle", betonte der Landeshauptmann. "Der Kampf gegen die Globalisierungsfalle kann von Brüssel aus geführt werden, der Kampf gegen die Mentalitätsfalle ist der Auftrag für St. Pölten." Auf dem Weg zu einer Top-Region in Europa halte sich Niederösterreich an ein chinesisches Sprichwort: "Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen eine Mauer und die anderen Windmühlen. Wir bauen Windmühlen", so Pröll.

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