"Bund muss gesundheitspolitische Entscheidungen treffen!"

LR Bischof: Bund in vielen Fragen säumig

Bregenz (VLK) - "Wenn man im Krankenhausbereich zu
kostendämpfenden Umstrukturierungen kommen will, muss der
Bund endlich die fälligen Entscheidungen treffen und seine
Aufgaben wie in der 15a-Vereinbarung definiert erfüllen und
nicht nur in Arbeitskreisen darüber diskutieren. Und zwar
noch heuer", fordert Landesrat Hans-Peter Bischof in
Zusammenhang mit dem Entwurf zum neuen Vorarlberger
Spitalplan 2005. Zur Weiterentwicklung des Vorarlberger Spitalsystems ist es zwingend notwendig, dass der Bund in
Sachen tagesklinische Versorgung, Nachsorge, Akutgeriatrie
usw. baldigst Ergebnisse vorlegt. ****

Laut Landesrat Bischof sollen mit der neuen Spitalplanung
die Perspektiven für notwendige Umstrukturierungen im Gesundheitswesen aufgezeigt werden. Verfolgt werden vor allem
eine Ökonomisierung und eine erhöhte Effizienz in der
gesamten Gesundheitsversorgung. Damit will man mittelfristig
zu kostendämpfenden Effekten kommen. Nur dann sei auch in Vorarlberg eine Anpassung der Krankenhaus-Betten auf das europäische Niveau möglich. Bischof: "Wie andere Länder
beweisen, wird die Qualität der Gesundheitsversorgung
schließlich nicht durch die Anzahl der Betten bestimmt."

Einer umfassenden Gesundheitsplanung, die erst eine
effiziente Umstrukturierung der gesamten
Gesundheitslandschaft ermöglichen würde, steht die Kompetenz
des Bundes für den niedergelassenen Bereich entgegen. Gesundheitsreferent Bischof: "Auch was den Ambulanzplan
betrifft, ist der Bund säumig." Die angestrebte Abstimmung
des Leistungsangebotes in der Gesundheitslandschaft, die
nicht nur den Bedürfnissen der Patienten gerecht wird,
sondern auch der volks- und betriebswirtschaftlichen Sicht entspricht, wird erst dann möglich sein, wenn auch die
finanzielle Abgeltung geklärt ist. Landesrat Hans-Peter
Bischof: "Auch in diesem Bereich sind endlich konkrete
Beschlüsse durch den Bund notwendig."

Spitalplan 2005

Wie Landesrat Bischof erklärte, soll der Entwurf zum neuen Spitalplan 2005 einer breiten Diskussion mit allen befassten Einrichtungen und Institutionen unterzogen werden. "Mit der
neuen Spitalplanung tragen wir den geänderten Umfeldfaktoren Rechnung. Wir wollen damit unserem gesundheitspolitischen
Grundsatz ‚So viel ambulant wie möglich - so viel stationär
wie notwendig' konsequent zum Durchbruch verhelfen", sieht
Landesrat Bischof wichtige neue Impulse im Vorarlberger
Spitalplan 2005.
(hh/ug,nvl)

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