Pharmig: Bei Kostendiskussion den Patienten nicht vergessen!

Wien (OTS) - 21. Juni 2000. Als vollkommen irreführende Darstellung bezeichnete Erhard P. Geisler, Geschäftsführer der Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, heute die wieder aufgeflammte Diskussion über die voraussichtlichen Ausgaben für Medikamente der österreichischen Krankenkassen.

Sei schon die einseitige und manipulative Darstellung des Einsatzes von Medikamenten nur als "Kosten" patientenfeindlich, so sei die Hoffnung, ihre Entwicklung nachhaltig "einbremsen" zu können, völlig realitätsfremd.

Hinter den jetzt wieder diskutierten "Heilmittelkosten" stecken nämlich Leistungen für den Patienten, zu denen die Krankenkassen gesetzlich verpflichtet sind. Diese notwendigen Leistungen einschränken zu wollen, sei eindeutig gegen die Interessen der Patienten. Angesichts der Tatsache, dass das österreichische Niveau der Medikamentenpreise ohnedies unter dem EU-Schnitt liegt, kann auch das Drehen an der Preisschraube nur marginale Erfolge bringen.

Als realitätsfremd bezeichnete Geisler auch die von manchen politischen Funktionären gehegte Hoffnung, die Aufwärtsentwicklung in den nächsten Jahren praktisch stoppen zu können. Die Ausgaben für Medikamente ,müssten schon deswegen weiter steigen, weil laufend neue Arzneimittel auf den Markt kämen, die es ermöglichen, Krankheiten zu erkennen. Genauso werden fast täglich verbesserte oder überhaupt neue Medikamente Betroffenen zur Verfügung gestellt. Diese besseren, schnelleren und wirksameren Therapiemöglichkeiten dem Patienten vorzuenthalten, könne aber nicht Ziel der österreichischen Gesundheitspolitik sein.

Die pharmazeutische Industrie hätte schon in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass sie Beiträge zum vernünftigen Umgang mit Arzneimitteln und zur möglichst kostengünstigen Therapie leiste. Dies werde sich auch nach Abschluss der derzeit laufenden Verhandlungsrunde mit den Krankenkassen wieder zeigen, betonte Geisler.

Es könne aber nicht sein, dass der Machtkampf um die Krankenkassen auf dem Rücken der Patienten ausgetragen werde. Es sei weder zielführend mit der Kostenkeule denjenigen ein schlechtes Gewissen zu machen, die Medikamente brauchen, noch könne man Hilfesuchende von möglichen Therapien ausschließen.

Es sei jedem klar, dass angesichts des rasanten Fortschrittes im Gesundheitswesen neue Finanzierungsquellen erschlossen werden müssen, weil die bisherigen Finanzierungen nicht mehr ausreichen.

"Denkt dabei aber endlich an den Patienten!"

schloss Geisler mit einem Appell an die Politiker.

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