"Sicher Leben"-Produktsicherheitsdienst:

Helm für Mountainbiker (über)lebenswichtig

Wien (OTS) - 12 von 1000 Bergradler verunglücken

250.000 Österreicher und Österreicherinnen fahren zumindestens gelegentlich mit Mountainbikes oder BMX-Rädern ins Gelände. Für 3.000 von ihnen endete im Vorjahr die Ausfahrt im Spital. Verunglückte Bergradler liegen im Durchschnitt 5 Tage im Spital.

Unfallursache Nummer 1: "Absteigen über den Lenker"

Häufigste Unfallursache beim Radeln abseits der ausgebauten Straßen sind Stürze über Hindernisse wie Steine, Wurzeln sowie Ausrutschen aufgrund von nassem Gras, Schneeglätte, Schotter oder Schlamm. Entweder stürzen die Biker dabei kopfüber frontal auf den Boden oder sie rutschen meterweit über den Boden.

Die meisten behandelten Verletzungen sind demnach Brüche der Nase, des Schlüsselbeines oder des Handgelenkes sowie offene Wunden, besonders Hautabschürfungen. Nahezu alle tödlichen und schweren nichttödlichen Mountainbike-Unfälle sind Kopfverletzungen. Das typische Unfallopfer ist ein Mann zwischen 25 und 30 Jahre.

Kisser: Helm verhindert schwere Kopfverletzungen

"Die häufigste Ursache für schwere Verletzungen ist ein Sturz bei der Abfahrt ins Tal. Bremsmanöver auf schottrigem Untergrund sind selbst für Könner ein schwieriges Unterfangen, bei dem viel Fingerspitzengefühl nötig ist. Die schwersten Unfälle führen zu Kopf-und Gesichtsverletzungen. Ein guter Radhelm verhindert bereits 70 bis 80 Prozent der schweren Kopfverletzungen. Optimal schützt aber nur ein Mountainbike-Helm mit Vollvisier", meint Dr. Rupert Kisser, Leiter des Institutes "Sicher Leben".

"Sicher Leben"-Sicherheitstips für Bergradler

Plastik schützt vor Gips
Alle Bikeprofis tragen Helm und Handschuhe sowie zusätzlich Knie-und Ellbogenschützer beim Abwärtsfahren.

Beim Abfahren nicht die eigene Haut riskieren
Biker im knappen Radlertrikot scheuern nach einem Sturz bergab mit viel nackter Haut über den Boden. Trainingshose und -jacke zum Überziehen schützen vor Schürfwunden und Wundverschmutzung. Trainingshose und -jacke zum Überziehen schützen vor Verkühlen des schweißnassen Körpers beim Talwärtsfahren.

Bikerkleidung: Schweißdurchlässig, aber regenfest
Gute Bikerkleidung funktioniert wie eine zweite Haut. Sie ist nach außen schweißdurchlässig, aber nach innen wasserundurchlässig.

44.000 Interviews im Dienste der Produktsicherheit

Die Auswertung zum Produkt "Mountainbike" basiert auf Daten des Unfallerhebungssystemes für Heim-, Sport- und Freizeitunfälle EHLASS. Das Institut "Sicher Leben" erhebt in Kooperation mit dem Gesundheitsministerium und dem Büro für Konsumentenschutz im Justizministerium die österreichischen Daten für dieses europäische Unfallerhebungssystem. Eigens für EHLASS angestellte und geschulte Interviewer sprechen in vier österreichischen Spitälern mit ambulant und stationär behandelten Unfallopfern, die sich im Haushalt, beim Sport oder in der Freizeit verletzt haben. Dabei werden detaillierte Fakten über Unfallursachen, beteiligte Produkte, betroffene Personen und Verletzungen erhoben und Informationen zur laufenden Verbesserung von Produkten gewonnen. Derzeit stehen rund 44.000 Interviews zur Verfügung.

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