Greenpeace errichtet Strom-Mautstelle vor Parlament

Heute Entscheidung im Wirtschaftsausschuss des Nationalrats

Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen Parlamentsentscheidung über die Zukunft des österreichischen Strommarktes errichteten Greenpeace-Aktivisten vor einem Haupteingang des Parlaments eine Strommautstelle. Auf dem Mautschranken befestigten sie ein Transparent mit der Forderung "Keine Maut für Öko-Strom". Die Abgeordneten wurden aufgefordert ihre Unterstützung für die Aufhebung der Strommaut auf Öko-Strom durch Öffnen des Schrankens zu signalisieren. Außerdem stellten Aktivisten neun Tafeln auf, die alle Bundesländer symbolisieren. Auf diesen Tafeln wurden die Namen aller 427 Gemeinden angebracht, die die Greenpeace-Deklaration "Atomstromfreies Österreich" unterzeichnet haben. "Ökostrom muss von der Strommaut befreit werden. Wir fordern die Abgeordneten auf, Ökostrom eine faire Chance zu geben", erklärte Greenpeace Energie-Sprecher Erwin Mayer. "Sollte sich der Wirtschaftsausschuss dagegen aussprechen, dann befürchten wir, dass die heutige Entscheidung der Anfang vom Ende des Ökostroms in Österreich sein könnte."

Ab heute 13 Uhr wird im Wirtschaftsausschuss des Nationalrats im Zuge einer Debatte über das Elektrizitätswirtschaftsorganisationsgesetz (ElWOG) über die Zukunft des österreichischen Strommarktes entschieden. Wichtige Themen sind dabei ein Atomstromimport-Stopp aus Ost-AKW und eine allgemeine Strom-Kennzeichnungspflicht. Weiters wird über die Zukunft des Ökostroms beraten. Greenpeace fordert eine preisliche Gleichstellung von Ökostrom mit (Atom)Strom und daher die Befreiung von den Durchleitungstarifen für Ökostrom. Greenpeace fordert außerdem eine Teilnahme am Wirtschaftsausschuss. "Es ist inakzeptabel, dass die Verhandlungen über die Stromzukunft Österreichs hinter verschlossenen Türen ohne Anhörung von Greenpeace stattfinden", so Mayer abschließend. Die Entscheidung des Ausschusses wird für den späteren Nachmittag erwartet.

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