"Life Science Circle": Innovationsagentur schafft erstes Forum für Biotechnologie-Community

Wien (OTS) - Ein Gesprächsforum für die verschiedenen Bereiche der heimischen Biotech-Community - Universitäten, Unternehmen und Investoren - hat die Innovationsagentur ins Leben gerufen: den "Life Science Circle". Die erste Veranstaltung, bei der sechs innovative Biotech-Unternehmen ihre "Wege zum Erfolg" präsentieren, findet am kommenden Montag statt.

"In der Biotechnologie-Forschung ist Österreich Weltklasse," erläutert Dr. Helmut Dorn, Geschäftsführer der Innovationsagentur, die Beweggründe für diese Initiative. "Aber bei der kommerziellen Verwertung sind wir noch ein Entwicklungsland." Mit dem "Life Science Circle" soll nun eine gemeinsame Plattform für Wissenschafter und Geldgeber geschaffen werden, um die rasche Patentierung und Lizensierung von Forschungsergebnissen sowie Neugründungen von Unternehmen im Biotech-Bereich zu fördern.

Dazu hat die Innovationsagentur im Auftrag der Bundesministerien für Wirtschaft und Arbeit sowie für Bildung, Wissenschaft und Kultur im Vorjahr das "Impulsprogramm Biotechnologie" geschaffen. Dessen Leiterin Dr. Sonja Hammerschmid erläutert die Ziele des Programms:
"Wir wollen sicherstellen, dass die heimische Wirtschaft in diesem Boom-Bereich künftig ebenso in der Oberliga spielt wie jetzt bereits die Wissenschaft, und dass genügend Mittel in die universitäre Forschung zurückfließen, um deren hohes Niveau aufrechtzuerhalten."

Als Kooperationspartner für den ersten "Life Science Circle" wurde der Österreichische Gewerbeverein gewonnen. Diese Organisation engagiert sich seit über 150 Jahren für den technologischen Fortschritt und die Schaffung entsprechender Ausbildungsstätten. Generalsekretär Dr. Herwig Kainz: "Wir sehen uns auch als "Matchmaker", also als Katalysator, um Kooperationspartner zusammenzubringen."

Europaweit beschäftigen derzeit rund 1200 Biotech-Start-ups ca. 50.000 Mitarbeiter und investieren pro Jahr etwa 50 Mrd. Schilling in Forschung und Entwicklung. Österreich steht hier erst am Anfang; im Vorjahr wurden in diesem Bereich vier Start-ups gegründet.

Beim ersten "Life Science Circle" präsentieren sich sechs junge Unternehmen, die den Sprung von der Idee zur Realisierung bereits geschafft haben, unter dem Motto "Biotech Start-ups: Träumer oder knallharte Realisten?"

- Austrian Nordic befasst sich mit der Entwicklung von sogenannten Gen-Vektoren, die therapeutische Gene gezielt in bestimmte Zellen einbringen können. Hauptprojekt ist die Entwicklung einer Therapie zur Behandlung von metastasierendem Brust- bzw. Bauchspeicheldrüsenkrebs.

- Hämosan arbeitet an der Sicherheit von Blutprodukten und entwickelte ein Verfahren, das bestimmte Proteine garantiert frei von Viren und Prionen (zum Beispiel BSE-Erregern) macht. Aktuell wird ein Test für Erreger von BSE und ähnlichen Erkrankungen entwickelt, der auch bei lebenden Tieren anwendbar ist. Das Unternehmen bietet weiters Beratungs- und Forschungsdienstleistungen an.

- Igeneon widmet sich der Forschung auf dem Gebiet der Krebs-Immuntherapie. Durch speziell entwickelte, maßgeschneiderte Impfungen wird das Immunsystem von Krebspatienten zur Bekämpfung von Tumorzellen aktiviert, um - je nach Krankheitsstadium - das Auftreten von Metastasen oder zumindest ihre weitere Ausbreitung zu verhindern.

- Intercell verfügt über eine patentierte Technologie zur besonders effektiven Identifikation von Krebsantigenen, die für die Produktion von Krebsimpfstoffen verwendet werden können, sowie über ein Verfahren für die Herstellung solcher Vakzine.

- MedSystems Diagnostics entwickelt biomedizinische Forschungsreagenzien und Diagnostika. Das Unternehmen entstand durch ein Management Buy-out als Spin-off von Bender + Co. bzw. dessen Muttergesellschaft Boehringer Ingelheim und verfügt über eine Forschungs- und Vertriebspartnerschaft mit dem ehemaligen Mutterkonzern.

- Nanosearch Membrane beschäftigt sich mit der Entwicklung nanobiotechnologischer (mikroskopischer) Verfahren zur Herstellung von innovativen Biomaterialien, Impfstoffen und Immunotherapeutika.

Die Innovationsagentur, ein Dienstleistungsunternehmen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit, der Wirtschaftskammer Österreich und anderer Partner, unterstützt Forscher und Unternehmer bei der Realisierung von innovativen Projekten und Öffnung für die kommerzielle Nutzung.

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E-mail shammerschmid@innovation.co.at

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