Cerwenka: Finanzielle Gleichstellung von Integrationslehrern höchst an der Zeit

Resolutionsantrag wurde in der Budgetsitzung vom 19. Juni 2000 eingebracht

St. Pölten (SPI) - "Der Einsatz von Integrationslehrern im schulischen Bereich wird immer wichtiger. Sie liefern einen essentiellen Beitrag, unsere Kinder zu toleranten und verantwortungsbewussten Erwachsenen heranzuziehen und erleichtern Kindern mit besonderen Bedürfnissen sich in die Gesellschaft einzugliedern. Dies war bisher oft mit vielen Schwierigkeiten verbunden, da herkömmliche Bildungsmethoden dafür kaum Zeit und Raum erübrigen konnten. Es ist jedoch eine wesentliche Bewusstseinsänderung spürbar, die den Einsatz von Integrationslehrern zu einem grundlegenden Erfordernis macht. Deshalb ist es unverständlich und letzten Endes auch ungerecht, dass Integrationslehrer in der Entlohnung gegenüber den Klassenlehrern benachteiligt werden", erörtert der SP-Bildungssprecher LAbg. Helmut Cerwenka.****

Klassenlehrer, bzw. Volks- und Hauptschullehrer, die in Integrationsklassen unterrichten, erhalten Abschlagsstunden, Integrationslehrer sind benachteiligt. Ebenso werden die administrativen Tätigkeiten nur den Klassenlehrern abgegolten, obwohl auch Integrationslehrer mit Verwaltungstätigkeiten betraut sind. "Die Abgeltung für administrative Arbeit müsste daher personenbezogen sein und dürfte nicht weiter an das Kriterium ‚Klasse‘ gebunden sein. Ich habe deshalb einen Resolutionsantrag an den NÖ Landtag formuliert, sich bei der Bundesregierung für die Verbesserung der Stellung der Integrationslehrer einzusetzen und damit das finanzielle Ungleichgewicht zu beseitigen", so Cerwenka weiter.

"Der Einsatz des Integrationslehrers stellt einen Meilenstein auf dem Wege zu einer engagierten Bildungspolitik dar. Wir alle profitieren von einem offenen und toleranten Bewusstsein, das das Bild unserer Gesellschaft prägt und hoffentlich viele Nachahmer findet. Daher mein Dank an alle Lehrpersonen für die Bereitschaft, sich dieser höchst verantwortungsvollen Aufgabe zu unterziehen", so der Bildungssprecher abschließend.
(Schluss) sk

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