Radiofrequenzgutachten erste umfassende Planungs-Grundlage für Hörfunk in Österreich

Bundesminister Michael Schmid: "Chancengleichheit zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern herstellen."

Mit der heute erfolgten Ausschreibung des "Radiofrequenzgutachtens" kommt es zum ersten Mal zu einer umfassenden Erhebung und Erfassung aller analogen terrestrischen Frequenzen im Radio-UKW-Bereich in Österreich. Das Ergebnis nicht nur die Grundlage aller weiteren Planungen für den gesamten Hörfunk in Österreich, es ist auch der Startschuss für die im Koalitionsabkommen festgeschriebene Einführung eines terrestrisch verbreiteten bundesweiten privaten Radioprogramms für Österreich. Darüber hinaus erwartet sich Bundesminister Michael Schmid eine Qualitätsverbesserung für die bestehenden Radiosender.

Inhalt des Gutachtens werde eine Iststand-Erhebung der tatsächlichen technischen Reichweite der bestehenden Rundfunkveranstalter sowie einer Angabe der möglichen Hörerschaft sein. Die Darstellung des sogenannten Overspills - jener Bereich, in dem das Radioprogramm zwar noch hörbar, die Qualität des Empfanges jedoch unter den Parametern der Stereo-Vollversorgung ist - ist ein weiterer Punkt, der im Gutachten Niederschlag finde.

Diese erhobenen Daten bilden die Planungs-Grundlage für die Zukunft der heimischen "Radiowelt". So sollen die festgestellten Doppel- und Mehrfachversorgungen beseitigt und die frei werdenden Kapazitäten dann nach Möglichkeit bestehenden Hörfunkveranstaltern zur Verbesserung des Grades der Stereo-Vollversorgung zugeordnet werden, ohne dass es zu einer Ausweitung des Sendegebietes kommt. "Die Maßgabe wird die Verdichtung nach Innen und nicht die Verbreitung nach außen sein", ergänzte Minister Schmid.

Nach Vorliegen des Gutachtens, das spätestens sechs Monate nach Zuschlagerteilung vorliegen wird, könne auch geklärt werden, ob und wie das im Koalitionsabkommen festgeschriebene bundesweite private Radio technisch verwirklicht werden kann.

"Das Radiofrequenzgutachten ist unbedingt notwendig, um Chancengleichheit bei den frequenztechnischen Rahmenbedingungen zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunkbetreibern herzustellen. Dabei geht es mir nicht darum, den ORF zu schädigen. Ziel ist ein gleichberechtigtes duales System unter gleichen technischen Voraussetzungen", stellt Schmid abschließend fest.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

und Technologie
Volker Höferl
Tel.: (01) 711 62 - 8251

BM für Verkehr, Innovation

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVM/NVM