Sacher: ÖBB-Katalog von Schließung bedrohter Nebenbahnen völlig inakzeptabel

Tirol zieht Klage gegen ÖBB in Erwägung, NÖ sollte ähnliche Schritte überlegen

St. Pölten, (SPI) - "Der gestern von den ÖBB an FP-Verkehrsminister Michael Schmid übermittelte Katalog von Nebenbahnen, die im Jahr 2001 eingestellt werden sollen, ist für die NÖ Sozialdemokraten völlig inakzeptabel. Allein in Niederösterreich sind 14 Nebenbahnen bzw. Teilstrecken oder Verkehre (Güterverkehr oder Personenverkehr) von der Einstellung bedroht, darunter die touristisch wichtige Mariazellerbahn und Teile der Ybbstalbahn. Dies wäre der größte verkehrspolitische Kahlschlag in der Geschichte des Nahverkehrs in Niederösterreich. Dies kann vom Land sicher nicht hingenommen werden", kommentiert der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Ewald Sacher, die gestern präsentierte Liste.****

Auf den NÖ-Strecken Siebenbrunn/Leopoldsdorf - Engelhartstetten, Gmünd - Groß Gerungs, Lunz am See - Waidhofen/Ybbs, Gstadt - Ybbsitz ("Ybbstalbahn"), Retz - Drosendorf, Freiland - Türnitz, St. Pölten -Mariazell ("Mariazellerbahn"), Obergrafendorf - Wieselburg, Göpfritz - Raabs, Gmünd - Litschau, Ernstbrunn - Mistelbach, Poysdorf -Dobermannsdorf soll der Verkehr komplett eingestellt werden, auf der Strecke Drösing - Zistersdorf soll es keinen Personenverkehr mehr geben. Der Güterverkehr soll auf der Strecke Gänserndorf - Groß Schweinbarth komplett eingestellt werden.

Tirols Landeshauptmann Wendelin Weingartner ließ bereits verlauten, dass das Land Tirol einen Einstellungsbeschluss seiner von den ÖBB betriebenen Nebenbahnen nicht hinnehmen werde. Tirol hat ebenso wie NÖ mit den ÖBB einen Nahverkehrsvertrag abgeschlossen und zahlt dafür jährlich 25 Millionen Schilling an die ÖBB. "NÖ zahlt für seinen Nahverkehrsvertrag an die ÖBB jährlich 130 Millionen Schilling. NÖ Landesverkehrsreferent Erwin Pröll sollte sich seinen Amtskollegen Weingartner in Tirol zum Vorbild nehmen und ähnliche Schritte gegen die ÖBB in Erwägung ziehen. Der NÖ Landtag hat sich in seiner gestrigen Budgetsitzung mit großer Mehrheit für den Erhalt der NÖ Nebenbahnen ausgesprochen. Landesverkehrsreferent LH Erwin Pröll hat also den notwendigen Rückhalt von allen politischen Parteien. Den Landtagsbeschluss gilt es nun gegenüber dem Bund und auch gegenüber dem verantwortlichen Verkehrsminister Michael Schmid massiv zu vertreten, der verkehrspolitische Kahlschlag bei den NÖ Nebenbahnen muss abgewehrt werden", so der SP-Klubobmann abschließend. (Schluss) fa

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