Stellungnahme zur Aussendung "Österreichs Wasserwirtschaft braucht neue Strukturen?

Stellungnahme des Verbandes Gas&Wasser (ÖVGW) zur Kearny-Studie "Zukunftsperspektiven der österreichischen Wasser-und Abwasserwirtschaft?

Wien (OTS) - Zunächst kann festgestellt werden, dass es sich dabei um keine Studie handelt sondern um einen Erfahrungsbericht eines Unternehmensberaters.

Die getätigten Aussagen weisen auf eine bessere Kenntnis des französichen und englischen Wassermarktes als der österreichischen Wasserwirtschaft hin, da die urgierten gesicherten Daten bezüglich der Wassergewinnungskosten sehr wohl vorliegen. Der Vergleich der Wassergewinnungskosten ist unverständlich, da dieser lediglich 10-15% des Verbraucherpreises ausmacht.

Bei den Verbraucherpreisen liegen zB die 10 größten französischen Städte mit Preisen zwischen öS 31 und öS 40 (Preisbasis 1999) pro m³ erheblich über dem österreichischen Preisniveau ? und das bei privatisierten Unternehmen !!! Ein seriöser Vergleich mit Großbritannien ist sehr schwierig, da in GB der tatsächliche Verbrauch der Konsumenten nicht gemessen wird (keine Wasserzähler) und damit eine Vergleichsbasis fehlt. Die Aussage, dass die Wassergewinnungskosten in Österreich zu hoch sind kann daher relativiert werden.

Weiters muss klargestellt werden, dass die EU im Bereich Trinkwasser in keiner Weise die Privatisierung forciert, sondern lediglich über die Liberalisierung des Trinkwassermarktes (Öffnung des Marktes) nachdenkt.

Als Interessenvertretung der österreichischen Trinkwasserwerke arbeitet der Verband Gas&Wasser intensiv an der Vorbereitung des österreichischen Trinkwassermarktes auf die zukünftigen Anforderungen. Es ist daher zu sagen, dass die österreichische Trinkwasserwirtschaft sehr wohl auf die neuen Entwicklungen und Trends vorbereitet ist und die sich daraus ergebenden Chancen, unter Beachtung der Risiken, nutzen wird.

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